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"Gumshoe": Diese Sneaker bestehen aus alten Kaugummis von der Straße

Ausgelutschte Kaugummis, die auf der Straße kleben, sind lästig und verschandeln das Stadtbild. In Amsterdam hat man das klebrige Problem nun kreativ gelöst und mit den Kaugummi-Resten von der Straße einen Sneaker entwickelt.

"Gumshoe": Ein Sneaker aus alten Kaugummis

Der "Gumshoe": Ein Sneaker aus alten Kaugummis, die von den Straßen Amsterdams gekratzt wurden

Kaugummis sind super - solange man sie im Mund hat. Sobald der Geschmack nachlässt, will man sie schnell wieder loswerden. Aber wohin damit, wenn gerade kein Mülleimer parat steht? Allein in den Niederlanden werden jedes Jahr über 1,5 Millionen Kilogramm ausgelutschte Kaugummi auf die Straße gespuckt. Die Reinigung kostet die Regierung Millionen. 

Eine Schuhsohle aus Kaugummis

Die Stadt Amsterdam hat nun eine kreative und zugleich nachhaltige Lösung für das Problem gefunden: der "Gumshoe". Die Sohle des Sneakers besteht aus Kaugummis, die von den Straßen der niederländischen Hauptstadt gekratzt wurden. "Indem wir unseren Blick auf Müll verändern, können wir innovative Lösungen finden, die helfen können, unseren Planeten sauber zu halten", sagt Anna Bullus, Designerin bei "Gum-Tec", einer Firma, die den Schuh mitentwickelt hat.

In einem Youtube-Video der verantwortlichen Werbeagentur wird die Innovation aus Holland vorgestellt:

Von der Straße auf die Straße

"Wie jede Großstadt hat auch Amsterdam ein Problem mit Kaugummi-Resten", sagt Marijn Bosman, die Stadträtin für Nachhaltigkeit im Video. "Sie haben nach Zigaretten den zweitgrößten Anteil am Müll." Ein spezielles Reinigungsteam sammelte für das Projekt die klebrigen Reste von den Straßen. 

Den "Gumshoe" gibt es stilecht in Kaugummi-Pink und in schwarz - für die weniger exzentrischen Schuhliebhaber. Er erscheint erst im Juni, kann aber bereits jetzt für knapp 50 Euro vorbestellt werden. 

Mit dem neuen Schuh springt das Amsterdamer Citymarketing auf den Trend-Zug auf. Die Berliner Verkehrsbetriebe brachten Anfang des Jahres einen Sneaker mit eingenähtem Fahrschein auf den Markt, für Telekom-Mitarbeiter gab es magenta-farbenes Schuhwerk - und jetzt also der "Gumshoe". Wenigstens steckt hinter ihm eine wichtige Botschaft: Spuckt das Kaugummi nächstes Mal bitte nicht auf die Straße, sonst landet es unter eurer Sohle - so oder so.

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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?