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Ausstoß von Treibhausgasen: Laut Studie: Trumps Klimapolitik ist sogar viel schlimmer als gar nichts zu tun

Sollte Donald Trump seine rückwärtsgewandte Klimapolitik weiter verfolgen, wird sie den Ausstoß von Treibhausgasen massiv verstärken - noch viel mehr, als wenn der US-Präsident gar nichts tun würde.

Donald Trump glaubt nicht, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht wird

Donald Trump glaubt nicht, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht wird

AFP

US-Präsident Donald Trump ist einst angetreten, das politische Erbe seines Vorgängers Barack Obama vollständig zu schleifen. Ein zentraler Bestandteil von Trumps Agenda ist die Klimapolitik, oder besser gesagt: eine Anti-Klima-Politik, die Obamas sogenannten "Clean Power Plan" konterkariert. Forscher der Harvard-Universität haben dazu eine Studie vorgestellt - und die Ergebnisse machen nicht viel Mut. Die Klima-Politik der Trump-Regierung wird den Ausstoß von Treibhausgasen in den USA nicht nur auf dem gegenwärtigen Niveau halten (was auch nicht gut wäre), sondern ihn sogar noch massiv erhöhen, wie die britische Zeitung "The Guardian" schreibt.

Laut der Studie wird der Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen in 18 US-Bundesstaaten bis zum Jahr 2030 um 8,7 Prozent steigen, wenn die Umweltbehörde EPA und ihr Chef Andrew Wheeler die Umweltpolitik von Trump konsequent fortsetzen statt schlicht gar nichts zu tun. Dazu muss man wissen: Der ehrgeizige Obama-Plan wurde nie umgesetzt, weil Gerichte ihn vorläufig gestoppt hatten. Das heißt: Selbst wenn die Trump-Administration einfach nichts täte, wäre es für das Klima besser. 

Expertin: Freifahrtschein für mehr CO2-Ausstoß

Doch seit Sommer vergangenen Jahres hat die EPA (Umweltschutz-Agentur) einen neuen Chef. Andrew Wheeler setzt die industriefreundliche Politik Trumps um, genau wie schon sein Vorgänger Scott Pruitt, der allerdings zahlreiche Deregulierungsmaßnahmen nicht durchsetzen konnte, weil sie ebenfalls von Gerichten gestoppt wurden. Wheeler geht geschickter vor, um die Maßnahmen durchzusetzen. 

"Dieser neue Plan ist im Wesentlichen ein Freifahrtsschein für die CO2-Verschmutzung", sagte Kathleen Lambert, Expertin für Klimawandel und öffentliche Gesundheit an der Harvard-Universität, bei der Vorstellung der Studie. "Es ist ein Rezept für erhöhte CO2-Emissionen. Es wird für die USA noch schwieriger, ihre Emissionsziele im Rahmen des Pariser Abkommens zu erreichen, und bringt uns genau in die entgegengesetzte Richtung, in die wir gehen müssen", betonte Lambert. Die USA sind bekanntermaßen aus dem Weltklima-Abkommen ausgetreten. Ab 2020 sind sie dann nicht mehr an die Klimaschutz-Vorgaben gebunden. 

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Weltweit sind die Emissionen gestiegen

Dabei stehen die USA nicht allein am CO2-Pranger. Trotz aller wohlmeinenden Pläne und Bekundungen sind die CO2-Emissionen im vergangenen Jahr sowohl in den USA als auch weltweit gestiegen. Diese Tendenz würde sich aber durch die Politik der EPA "noch verschlimmern", sagte Jonathan Buonocore, ebenfalls Mitverfasser des Harvard-Berichts. Und: Die USA liefern anderen Ländern eine Vorlage, Umweltstandards ebenfalls wieder zu schleifen: "Dies wird einen entscheidenden Einfluss auf die Klimaschutzpläne für viele Staaten und Städte haben", warnte Buonocore.

Der Obama-Plan sah vor, die CO2-Emissionen deutlich zu senken und aus der Kohleenergie auszusteigen. Stattdessen verfolgt Trump eine Politik der Deregulierung, um die Industrie von angeblichen Fesseln zu befreien. Es gibt künftig keine Emissionsgrenzen mehr und den Energieunternehmen dürfen sogar die Effektivität von Kohlekraftwerken verbessern, was eine längere Laufzeit bedeutet. Der Ausstieg aus der Kohleenergie würde sich dadurch hinauszögern bzw. überhaupt nicht stattfinden.

Quelle: "The Guardian"

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tis