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Deutsche Fake-Erbin: Anna Sorokin bereut nichts: "Ich würde lügen, wenn ich sage, dass es mir leidtut"

Die deutsche Fake-Erbin Anna Sorokin muss für lange Zeit ins Gefängnis. In einem Interview mit der "New York Times", das vor ihrer Verurteilung geführt und nun veröffentlicht wurde, sagt sie trotzdem, dass sie alles noch einmal genauso machen würde.

Anna Delvey: Russin Anna Sorokin gab sich jahrelang als reiche deutsche Erbin aus

Privatjets, Luxusreisen, teure Restaurants: Anna Sorokin, die Fake-Erbin aus Deutschland, lebte ein unglaubliches Leben in der New Yorker Schickeria – aber ließ andere dafür bezahlen. Dafür war sie am Donnerstag in New York zu einer Haftstrafe von vier bis zwölf Jahren verurteilt worden. Ein Gericht hatte Sorokin Ende April bereits schuldig gesprochen.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass sich die Frau unter dem Namen Anna Delvey in der New Yorker High Society als falsche Millionenerbin Leistungen im Wert von mehr als 200.000 Dollar erschlichen hat. Außerdem soll sie versucht haben, mit weiteren Betrügereien Millionenbeträge zu ergaunern.

Anna "Delvey" Sorokin würde es wohl wieder tun

Jetzt muss Sorokin also für lange Zeit ins Gefängnis. In einem Interview mit der "New York Times" zeigt sie keine Reue – und antwortet stattdessen auf die Frage, ob sie alles noch einmal genauso machen würde: "Ja, wahrscheinlich." Das Gefängnisgespräch war vor ihrer Verurteilung geführt worden und wurde erst jetzt veröffentlicht.

"Die Sache ist: Es tut mir nicht leid", sagt Sorokin. "Ich würde Sie und alle anderen und mich selbst anlügen, wenn ich sage, dass mir irgendetwas leid tut." Sie bedaure nur die Art, wie sie einige Dinge angegangen sei. Außerdem betont Sorokin, dass es ihr nie um Geld gegangen sei: "Ich war machthungrig."

Der Fall "Anna Delvey" hatte internationales Aufsehen erregt. Die in Russland geborene Sorokin war im Alter von 16 Jahren nach Deutschland gezogen und in Eschweiler bei Aachen zur Schule gegangen. Mit immer neuen Lügen und Ausflüchten soll sie sich als Hochstaplerin Geld für Restaurantbesuche, Geschenke und Hotelübernachtungen erschlichen haben.

tim