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Deutsche Fake-Erbin Anna Sorokin bereut nichts: "Ich würde lügen, wenn ich sage, dass es mir leidtut"

Anna Delvey: Russin Anna Sorokin gab sich jahrelang als reiche deutsche Erbin aus


Anna Sorokin gab sich in New York als reiche deutsche Erbin Anna Delvey aus und schaffte es in den Inner Circle der High Society. Jetzt sitzt die 28-Jährige im Gefängnis. Um einen Kredit in Höhe von 25 Millionen Dollar zu bekommen, wurde Anna kriminell. Sie fälschte Dokumente, erfand Finanzberater, die es nicht gab und eine Erbschaft, die nicht existierte. Manchen erzählte sie, sie stamme Aus Köln. Dass ihr Deutsch nicht wirklich gut war, fiel zwar auf, störte aber offenbar niemanden. Im Mai 2017 reiste Delvey mit Freundinnen, darunter eine Fotoredakteurin der "Vanity Fair", Rachel Williams, nach Marrakesch. Der Urlaub sollte für Williams in einer Katastrophe enden. Denn schon bald funktionierten Delveys Kreditkarten nicht mehr. 62.000 US-Dollar zahlte die Redakteurin. Im Oktober 2017 wurde Anna Delvey verhaftet. Im berüchtigten Gefängnis von Rikers Island wartete sie auf ihren Prozess. Am 9. Mai 2019 wurde sie schuldig gesprochen. Sie muss mindestens vier und höchstens zwölf Jahre ins Gefängnis. Außerdem muss sie ihren Erben 200.000 US-Dollar sowie eine Geldstrafe von 20.000 Dollar zahlen. Die Geschichte der "fake German heiress" ("gefälschte deutsche Erbin") wird jetzt sogar verfilmt. Shonda Rhimes, die Macherin von "Grey's Anatomy“, wird eine Dokumentation über Delveys üble Machenschaften für den Streamingsender Netflix produzieren. Inzwischen wurde Sorokin des Betrugs schuldig gesprochen. Das genaue Strafmaß soll am 9. Mai verkündet werden. Sorokin drohen laut "New York Times" 15 Jahre Gefängnis.
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Die deutsche Fake-Erbin Anna Sorokin muss für lange Zeit ins Gefängnis. In einem Interview mit der "New York Times", das vor ihrer Verurteilung geführt und nun veröffentlicht wurde, sagt sie trotzdem, dass sie alles noch einmal genauso machen würde.

Privatjets, Luxusreisen, teure Restaurants: Anna Sorokin, die Fake-Erbin aus Deutschland, lebte ein unglaubliches Leben in der New Yorker Schickeria – aber ließ andere dafür bezahlen. Dafür war sie am Donnerstag in New York zu einer Haftstrafe von vier bis zwölf Jahren verurteilt worden. Ein Gericht hatte Sorokin Ende April bereits schuldig gesprochen.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass sich die Frau unter dem Namen Anna Delvey in der New Yorker High Society als falsche Millionenerbin Leistungen im Wert von mehr als 200.000 Dollar erschlichen hat. Außerdem soll sie versucht haben, mit weiteren Betrügereien Millionenbeträge zu ergaunern.

Anna "Delvey" Sorokin würde es wohl wieder tun

Jetzt muss Sorokin also für lange Zeit ins Gefängnis. In einem Interview mit der "New York Times" zeigt sie keine Reue – und antwortet stattdessen auf die Frage, ob sie alles noch einmal genauso machen würde: "Ja, wahrscheinlich." Das Gefängnisgespräch war vor ihrer Verurteilung geführt worden und wurde erst jetzt veröffentlicht.

"Die Sache ist: Es tut mir nicht leid", sagt Sorokin. "Ich würde Sie und alle anderen und mich selbst anlügen, wenn ich sage, dass mir irgendetwas leid tut." Sie bedaure nur die Art, wie sie einige Dinge angegangen sei. Außerdem betont Sorokin, dass es ihr nie um Geld gegangen sei: "Ich war machthungrig."

Der Fall "Anna Delvey" hatte internationales Aufsehen erregt. Die in Russland geborene Sorokin war im Alter von 16 Jahren nach Deutschland gezogen und in Eschweiler bei Aachen zur Schule gegangen. Mit immer neuen Lügen und Ausflüchten soll sie sich als Hochstaplerin Geld für Restaurantbesuche, Geschenke und Hotelübernachtungen erschlichen haben.

tim

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