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"Australian Firefighters Calendar": André posiert im Feuerwehr-Kalender: "Wusste nicht, wie ich es meiner Freundin sagen soll"

Der "Australian Firefighters Calendar" hat inzwischen Kult-Status, das wusste auch André aus Dortmund, als ihn die Anfrage für den neuen Kalender erreichte. NEON erzählt er, wieso er sich am Set wie ein "halber Hahn" fühlte und wie er seiner neuen Freundin sagte, dass er zum Oben-ohne-Shooting geht.

André Dupont im Australian Firefighters Calendar

André Dupont aus Dortmund im "Australian Firefighters Calendar". Im Vergleich zu einigen anderen Kalender-Stars bezeichnet er sich selbst als "halber Hahn" – is' richtig…

Zum inzwischen 27. Mal erschien vor Kurzem der "Australian Firefighters Calendar", der mittlerweile zum absoluten Kult-Objekt geworden ist. Was erwartet man auch anderes, ziehen sich hierfür immerhin die heißesten Lebensretter, die Down Under so zu bieten hat, vor einer Kamera aus und posieren wahlweise mit Flammen und schwerem Equipment oder aber mit Baby-Katzen und strubbeligen Ponys.

Doch eine Sache ist in diesem Jahr anders, denn zwischen all die Australier haben sich auch zwei europäische Feuerwehrmänner geschmuggelt. Einer von ihnen ist André. Der 36-Jährige ist Hauptbrandmeister aus Dortmund und seit inzwischen 16 Jahren beruflich bei der Feuerwehr. Den Kalender habe er zwar vorher schon gekannt, so André zu NEON, allerdings habe er nie gedacht, dass er auch mal darin zu sehen sein könnte: "Ich mache bei vielen Feuerwehr-Wettkämpfen mit, also sowas wie 'Toughest Firefighter alive' [MÜSSEN wir hin, Anm. d. Red.] oder 'Firefighter Combat Challenge' [siehe oben, Anm. d. Red.]. Das sind mehr oder weniger Crossfit-Games, aber auf Feuerwehr gemünzt. [Im Ernst jetzt: Hat jemand Zeit? Anm. d. Red.] Meistens poste ich dann auf meinem Instagram-Kanal darüber und so haben mich auch die vom 'Firefighters Calendar' gefunden und mich zum Shooting in Australien eingeladen."

Im ersten Moment habe er an einen Scherz gedacht, erzählt André: "Ich dachte, da will mich einer verarschen. Das erwartet man doch nicht, dass man über Instagram angeschrieben und zu einem Shooting in Australien eingeladen wird, bei dem auch noch Flüge und Unterkunft bezahlt werden." Doch schon bald sei klar gewesen: Die meinen das todernst. André sagte zu.

Wie sagt man seiner Freundin, dass man oben ohne in fremden Büros hängt?

So weit so gut, doch kurz darauf lernte André die Frau kennen, die letzten Endes seine Freundin wurde und sah sich fortan vor der Frage: Wann ist eigentlich der richtige Moment, um einer neuen Flamme zu sagen, dass man sich bald eingeölt vor eine Kamera stellen und in tausenden Wohnungen hängen wird? André zog das Pflaster so schnell wie möglich ab: "Ich hab ihr relativ zu Beginn unseres Kennenlernens gesagt: 'Du, pass mal auf, ich flieg im April nach Australien, weil ich da zum Fotoshooting für einen Oben-Ohne-Kalender eingeladen wurde.' Ich hab mir definitiv kurz Sorgen gemacht, ob sie das für eine Masche halten könnte, aber irgendwann musste ich es ihr halt sagen." Doch seine Freundin reagierte cool – und durfte sogar mit zum Shooting an die australische Gold Coast.

Am Set angekommen habe er sich kurz gefragt, was ausgerechnet er da zu suchen habe, sagt André: "Da liefen Kerle rum, die so das doppelte oder dreifache von mir sind. Da hab ich mich schon teilweise gefragt, was die mit mir halbem Hahn wollen." Für das Shooting habe eine Maskenbildnerin eingeschätzt, welches der Muskelpakete in Sachen Bräune ein wenig Nachhilfe mit dem Sprühgerät braucht. Die Wahl fiel – Schockschwerenot, wer hätte das gedacht – auf den Deutschen, eine ungewohnte neue Situation: "Du stehst da und bekommst Anweisungen, wie du posen sollst, während um dich herum gefühlte 1000 Menschen wuseln, und dann auch noch das australische Fernsehen kommt und filmt und Interviews machen will. Das ist schon eine coole Erfahrung, aber im ersten Moment bist du dir schon sehr darüber bewusst, dass du da oben ohne stehst und dich alle anglotzen." [Glotzen würden wir es jetzt vielleicht nicht direkt nennen. Okay, vielleicht ein bisschen... mehr. Anm. d. Red.]

"Australian Firefighters Calendar": Die heißesten Feuerwehrmänner aus Down Under beim Fotoshooting

Doch die anfängliche Scheu hat sich gelohnt: "Ich habe mit Hundewelpen geshootet, mit Alpakas, Leguanen und sogar mit einem Koala auf dem Arm, was für mich als Europäer natürlich ein besonderes Highlight war. Und im Gegensatz zu dem Kollegen, auf dessen Arm er vorher war, hat er mich auch nicht gekratzt. Die haben nämlich irre scharfe Krallen."

Ein bisschen Fame hat der "Australian Firefighters Calendar" André schon gebracht

Und wie haben die Kolleginnen und Kollegen auf der Wache reagiert? "Wir sind hier überwiegend Kerle, da durfte ich mir natürlich den einen oder anderen Spruch anhören. Immerhin werde ich da im Zweifel mit freiem Oberkörper im Büro von fremden Leuten hängen." [Kein Kommentar; Anm. d. Red.] "Aber ich habe von der Feuerwehr Dortmund und insbesondere von den Kolleginnen in der Verwaltung schon einige Bestellungen bekommen. Also ich habe vor ein paar Wochen gute 60 Kalender bestellt."

Und auch außerhalb der Wache hat André inzwischen ein paar Fans: "Als der Kalender auf dem Account verkündet hat, dass ich am Shooting teilnehme, ist meine Followerzahl schon ordentlich in die Höhe geschossen und ich habe daraufhin natürlich auch einige Nachrichten bekommen – und auch ein paar eindeutige Angebote." Wie findet seine Freundin das bloß? "Die muss sich da keine Sorgen machen, das weiß sie auch."