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Australien: Lesbisches Paar darf mit Kind nicht auswandern, weil der Samenspender widerspricht

Ein lesbisches Ehepaar aus Australien darf mit seinem Kind nicht auswandern, weil der Samenspender dem widerspricht. Das urteilte nun Australiens High Court. Dabei war der Spender früher mal ein Freund der Familie.

Australien: Weil Samenspender widerspricht, darf Paar mit Kind nicht auswandern

Ein lesbisches Paar aus Australien darf mit seinem Kind nicht auswandern, weil der Samenspender damit nicht einverstanden ist (Symbolbild)

Getty Images

Ein lesbisches Paar aus Australien darf mit seinem 11 Jahre alten Mädchen nicht nach Neuseeland auswandern, weil der leibliche Vater Einspruch erhoben hat. Der Mann setzte vor Australiens Oberstem Gerichtshof in Canberra durch, dass die beiden Frauen mit dem Mädchen bleiben müssen.

Das Kind wurde durch künstliche Befruchtung gezeugt. Der Samenspender habe gesetzliche Elternrechte, die gewahrt werden müssten, entschieden die Richter in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil.

Australien: Früher war der Spender ein Freund

Der Australier war früher mit der leiblichen Mutter befreundet und hatte ihr 2006 geholfen, den Wunsch nach einem Kind zusammen mit ihrer Partnerin zu erfüllen. Auf der Geburtsurkunde ist er auch als Vater eingetragen. Zudem war er in den ersten Jahren an der Erziehung beteiligt. Das Mädchen nannte ihn "Daddy". Die Freundschaft mit der Mutter ging dann aber zu Bruch. Das Kind wuchs bei der Frau und deren Partnerin auf.

Als das lesbische Paar 2015 auswandern wollte, verhinderte der Mann dies durch eine Klage vor einem Familiengericht. Im Berufungsverfahren entschied die Justiz zugunsten der Frauen. Jetzt aber gab Australiens High Court in einer Mehrheitsentscheidung wieder dem leiblichen Vater Recht. Künftig muss er auch an allen wichtigen Erziehungsfragen beteiligt werden. Zur Identität der Beteiligten machte das Gericht keine näheren Angaben.

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dpa