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Fototrick Instagram vs. Realität: Die perfekten Bilder vom "Gates of Heaven" auf Bali sind Fakes

Eine Frau mit einem gelben Tuch steht zwischen den Säulen des Tempels
Der Pura Luhur Lempuyang ist einer der ältesten Tempel auf Bali
© Dasril Roszandi / Picture Alliance
Denkt man an Bali, erscheinen Bilder von Sandstränden, Palmen und Tempeln im Kopf. Allen voran vom berühmten Pura-Lempuyang-Luhur-Tempel mit dem angrenzenden See. Doch den See gibt es in Wirklichkeit nicht.

Der Lempuyang-Luhur-Tempel ist jedem, der schon einmal nach Bali gereist ist, ein Begriff. Und das Motiv des Tempels mit seinen in den Himmel ragenden Toren ist sogar vielen Menschen bekannt, die noch nie auf der indonesischen Insel waren. Auf Instagram sind tausende Fotos von Reiselustigen zu finden, die sich zwischen den Torsäulen fotografieren ließen. Heiratsanträge, Umarmungen, ausgebreitete Arme – das sind beliebte Motive für das perfekte Instagrambild. Davor ist oft ein See zu sehen, in dem sich die ganze Pracht farbenfroh spiegelt. Auf Twitter kursiert jetzt ein Post, der eben diesen See genauer unter die Lupe nimmt. Und vor Augen führt, dass der See in Wirklichkeit gar nicht existiert. 

Ein ausgefuchster Fototrick

Die amerikanische Autorin Polina Marinova postet in ihrem Tweet eine Gegenüberstellung. Links das bekannte Motiv und rechts eine Gruppe von Menschen. Sieht man genauer hin, erkennt man, dass der Mann im Vordergrund ein Smartphone in der Hand hält. Darunter ist ein Spiegel befestigt. Ein einfacher Fototrick: Die Reflexion des Wassers ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Spiegelung.

Marinova schreibt in ihrem Posting: "Der Beweis, dass Instagram-Influencer alles ruiniert haben. Meine Hoffnungen und Träume wurden zerstört, als ich herausgefunden habe, dass das 'Wasser' am 'Gates of Heaven' in Wirklichkeit nur ein Stück Glas unter einem iPhone ist." 

Marinovas Enttäuschung ist nachzuvollziehen. Man könnte aber auch die Kreativität und den Geschäftssinn der Menschen loben, die auf diesen ziemlich grandiosen Trick gekommen sind. Denn er scheint zu funktionieren. Die Warteschlange, um das perfekte Instagramfoto am Tempel zu bekommen, kann einen drei Stunden kosten. Die Fotografierten warten dennoch – für solche Bilder:

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Und hier kommt nun noch der Realitätscheck: In Wahrheit ist vor dem "Gates of Heaven" ein vergleichsweise trister Steinboden verlegt.

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Dem Tempel kann man seine Schönheit trotzdem nicht absprechen. Imposant und magisch bleibt dieser Ort dennoch. 

Die nette optische Täuschung sollte also kein Grund sein, den geplanten Bali-Urlaub gleich abzusagen. Man sollte sich vielleicht nur überlegen, ob es sich lohnt, drei Stunden auf ein Fake-Bild für Instagram zu warten ...

Quellen: Twitter, Instagram

fis

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