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"No Gays Allowed": Ladenbesitzer verbannt Homosexuelle – doch mit dieser Reaktion hat er nicht gerechnet

In seinem Geschäft in Tennessee verkauft Jeff Amyx Eisenwaren, Baumaterialien und ganz viel Homophobie. Denn bei "Amyx Hardware and Roofing Supplies" behält man sich das Recht vor, keine homosexuellen Kunden zu bedienen. 

Ladenbesitzer Jeff Amyx vor seinem "No Gays Allowed"-Schild

Ladenbesitzer Jeff Amyx vor seinem "No Gays Allowed"-Schild

Wenn man die Website von Jeff Amyx Eisenwarengeschäft besucht, würde man vermutlich Informationen zu Anreise, Sortiment und Sonderangeboten erwarten. Stattdessen prangen dort zwei Flaggen. Der Besucher müsse sich entscheiden, heißt es, zwischen der christlichen Flagge und der US-amerikanischen. Und Jeff Amyx hat sich ganz offensichtlich entschieden: "We choose God", Wir wählen Gott, steht unter einem Bild, das ihn vor seinem Laden zeigt. Dazu noch ein Zitat: "Kein Mensch ist als Sünder geboren. Sie sind in eine sündige Welt geboren. Sünde wird frei gewählt. Es ist nichts, womit man geboren wird. Kann ein Baby zwischen Cola und Milch entscheiden? Hat Gott Adam zum Sünder gemacht oder war das Adam selbst? Macht Gott Fehler?"

Worauf er sich mit diesen Worten bezieht, wird klar, wenn man sich das Bild genauer anschaut. Denn an der Tür seines Ladens hängt ein Schild mit drei Worten: "No Gays Allowed". Jeff Amyx will in seinem Laden keine homosexuellen Kunden bedienen. Seit die gleichgeschlechtliche Ehe 2015 in den USA legalisiert wurde, verkauft Amyx in seinem Geschäft in Washburn im US-Bundesstaat Tennessee außerdem Sticker, auf denen "Choose God or Gays" ("Wähle zwischen Gott und Homosexuellen") steht. In seiner Auslegung von Religion hat Liebe für alle offenbar keinen Platz.

Das Internet reagiert prompt auf die Homophobie des Ladenbesitzers

Doch womit Amyx offensichtlich nicht gerechnet hat, ist das gute alte Internet. Denn dort kann bekanntlich jedes Geschäft, jeder Imbiss und gefühlt jede Bushaltestelle auf verschiedensten Foren bewertet werden. Und das taten die User auch mit "Amyx Hardware and Roofing Supplies". "Wenn ich ihm minus 5 Sterne geben könnte, würde ich das tun", schreibt eine verschreckte Kundin, ein anderer schreibt (höchstwahrscheinlich mit einem Augenzwinkern): "Kam in den Laden und wurde sofort belästigt, weil ich mir nicht die Bibel unter die Augenlider genäht habe, damit ich auch im Schlaf von Gottes Worten besänftigt werden kann – keine Ahnung, woher er das wusste." Ein dritter ist sich sicher: "Jesus würde sein Werkzeug woanders kaufen."

Inzwischen hat der Shitstorm solche Ausmaße angenommen, dass das Bewertungsportal Yelp selbst reagiert hat. Besucht man die Seite des Eisenwarengeschäfts bei Yelp, wird man von einem Statement der Betreiber begrüßt. Darin heißt es: "Wir entfernen sowohl positive als auch negative Beiträge, die den Eindruck machen, dass sie eher durch die Nachrichten motiviert sind, als durch ein echtes Kundenerlebnis mit dem betreffenden Unternehmen. (Selbst, wenn das bedeutet, dass wir Ansichten entfernen müssten, denen wir zustimmen würden.)" Doch auch so häufen sich negative Kundenbewertungen, seit Amyx in die Schlagzeilen geraten ist. Eine Userin schreibt: "Fürchterlicher Service. Ich wurde des Ladens verwiesen, weil ich die Hand meiner Schwester hielt. Sie ist 16 und ich bin 20 und ich nehme mal an, er hielt uns für Lesben."

Amyx versucht dagegenzuhalten – vergeblich

Inzwischen hat Amyx einige klägliche Versuche gestartet, um dem Shitstorm etwas entgegenzusetzen. So brachte er an der Wand seines Shops eine Tafel an, auf der sich Unterstützer verewigen sollen. Allerdings passen die bislang alle auf eine Tafel. Derweil rasseln die Bewertungen des Geschäfts auf den gängigen Rezensionsportalen weiter in den Keller.

Außerdem hängte Amyx ein weiteres Schild an die Tür, auf dem steht: "Wir behalten uns das Recht vor, jedem, der uns in unserer Meinungs- oder Religionsfreiheit einschränken könnte, den Service zu verweigern." 

Inwiefern ein gleichgeschlechtliches Paar Amyx in seiner Religionsfreiheit beschränken würde, ist bislang nicht klar.

jgs
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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