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Ausgetrickst: Microsoft-Betrüger ruft beim Chaos Computer Club an – die Hacker schlagen ihn mit seinen eigenen Waffen

Millionen Menschen bekommen in Deutschland täglich Spam-Anrufe. Doch in diesem Fall wählten die Betrüger die falsche Nummer und hatten plötzlich selbst ein Problem mit ihren Daten.

Damit am PC nicht der Durchblick fehlt, wollen die Hacker des Chaos Computer Clubs das Wissen um Computersicherheit verbessern – ihre Fähigkeiten bekam nun ein Betrüger zu spüren (Symbolbild)

Damit am PC nicht der Durchblick fehlt, wollen die Hacker des Chaos Computer Clubs das Wissen um Computersicherheit verbessern – ihre Fähigkeiten bekam nun ein Betrüger zu spüren (Symbolbild)

Getty Images

"Guten Tag Sir, ich rufe von Microsoft an und wir haben ein Problem in ihrer Windows-Anwendung entdeckt" – unter diesem Vorwand melden sich vermeintliche Mitarbeiter von Microsoft bei ahnungslosen Kunden. Der Plan: Sie geben vor, ein Mitarbeiter beim Softwarehersteller zu sein und einen vermeintlich mit Viren infizierten Rechner säubern zu wollen – natürlich gegen Aufpreis. Doch in dieser Woche wählten die Betrüger die falsche Nummer – denn sie landeten beim Chaos Computer Club in Hamburg (CCC), einer Hackervereinigung. Die Nichtregierungsorganisation beschäftigt sich vor allem mit Fragen der Computersicherheit und der digitalen Bildung, wenn es um technische Entwicklungen geht. Dazu gehört eben auch Datensicherheit.

@grauhut hat die Unterhaltung mit dem vermeintlichen Microsoft-Experten in einem amüsanten Tweet zusammengefasst:

Statt Kreditkartendaten, mit denen man für die Behebung des Virus’ zahlen sollte, sendete @grauhut der vermeintlichen Mitarbeiterin von Microsoft eine Verschlüsselungssoftware, sogenannte Ransomeware: Die macht auf dem Computer der Anruferin in kleinem Umfang genau das, was das vermeintliche Problem sein sollte – sie verschlüsselte Daten, sodass der Benutzer keinen Zugriff mehr darauf hat. 

Für seine Aktion wurde der CCC von anderen Nutzern unter dem Tweet gefeiert - insgesamt gab es knapp 1.700 Retweets und 4.300 Likes.

Auch Daten von Bundeskanzlerin Angela Merkel sind auffindbar, deren Echtheit bestätigte die Bundesregierung bislang nicht
lau