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Reisen: Vom Atmer bis zur Eierlikör-Party: Neun Reisetypen, die dich in den Wahnsinn treiben

Ob Flugzeug, Bahn oder Mitfahrgelegenheit – besonders spannend an einer Reise sind doch vor allem die Mitreisenden. Wir haben die nervigsten Reisetypen für euch gesammelt.

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Auf Reisen kann man einiges erleben ...

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Reisen kann so schön sein. Man hat endlich Zeit, einen spannenden Podcast zu hören oder mal ein Buch zu lesen. Wären da nicht die anderen Mitreisenden. Denn deren Angewohnheiten können einen leicht mal in den Wahnsinn treiben. So kann man bei Japan Airlines neuerdings bei der Sitzplatzreservierung sehen, wo im Flugzeug Familien mit Kindern einchecken, um seine Ruhe im Flugzeug zu genießen.

Klar, schreiende Babys können nervig sein – aber meist können weder Eltern noch Kinder wirklich etwas für die spontanen Wein-Attacken eines Kleinkindes. Und sind es nicht doch eher die großen Mitreisenden, die einem deutlich mehr auf die Nerven fallen können? Die NEON-Reaktion hat neun Reisetypen gesammelt, denen sicher jeder von euch schon einmal begegnet ist.

Der Typ Bifi

Gerade, wenn man sich gemütlich in seinem Sitz niedergelassen und den Laptop oder das Buch ausgepackt hat, hört man dieses Rascheln von Alufolie oder das Klicken der Tupperdose. Und dann ist er da: der Geruch nach Leberwurst, Handkäse, Döner oder der würzige Mief der guten alten Bifi-Dauerwurst. Müssen Menschen in klimatisierten Räumen ohne Lüftungsmöglichkeit wirklich essen? Und i(s)st man eigentlich der oder die Einzige, der wenigstens ein schlechtes Gewissen hat, wenn man den Deckel der Falafelbox vorsichtig lüftet?

Der Typ BahnCard 100

"Überweisen Sie doch gern noch 4000 Euro auf dieses Unterkonto." Diesen und anderen hochtrabenden Sätzen hat sicher schon jeder auf Reisen gelauscht. Zwischen Laptop, Tablet und Business-Journal zieht diese Spezies bei der Fahrkartenkontrolle nur vielsagend die schwarze BahnCard 100 hervor und nickt dem Schaffner zu. "Bin viel unterwegs, wissen sie" ... Ist ja auch kaum zu überhören.

Der Typ 5G

Dass es um das deutsche Handynetz nicht zum Besten steht, sollte doch eigentlich mittlerweile jedem klar sein. Doch das hält den Typ 5G nicht davon ab, auf der Bahnfahrt krampfhaft mit der eigenen Mutter oder dem Geschäftspartner zu telefonieren. Alle zwei Minuten ertönt dann der Satz: "Bist du noch da? Das Netz ist gerade irgendwie weg!" Stimmt – und das wird es auch in zehn Minuten wieder sein, möchte man dem Sitznachbarn zurufen.

Der Atmer

Auch wenn man sich ins Ruheabteil setzt, um Typ 5G zu entkommen, ist man vor ihm nicht gefeit: dem Atmer. Denn er braucht nichts außer seiner Lunge, um einen in den Wahnsinn zu treiben. Ein Hüsteln, Räuspern, dazu dieses Schmatzgeräuch von einer trockenen Zunge, die sich leicht klebend vom Gaumen löst – atmen muss bekanntlich jeder, aber wie kann das bitte so laut sein?

Der Typ Taschentuch

Schnief, atme, schnief – das geräuschvolle Hochziehen von Schleim gehört zu den Geräuschen, die niemand länger als 10 Minuten erträgt, außer, er ist einem Flugzeug oder einer Bahn gefangen. Und selbst das Anbieten eines Taschentuchs führt oft zu keiner Besserung.

Der Mitleser

Ob beim Bezahlen mit Karte an der Supermarktkasse oder auf Reisen – es gibt immer diese Menschen hinter oder neben einem, die großes Interesse an den Daten anderer haben. Sie luken durch die Lücke zwischen den Sitzen, um interessiert dem neuen Netflixfilm zu folgen oder geben einem das beklemmende Gefühl, jetzt aber endlich im Buch umblättern zu müssen, damit es weitergeht. Manchmal möchte man sie dann fragen, ob sie auch etwas zur WhatApp-Unterhaltung mit der besten Freundin beizutragen haben, der sie schon seit Minuten gespannt zuschauen.

Der Typ Lautlos

Pling. Pling. Offenbar gibt es diese Menschen, die nicht merken, dass sie eine WhatsApp-Nachricht oder eine E-Mail bekommen, wenn das Ganze nicht von einem akustischen Signal untermalt wird. Und auch Serien und Musiktitel sind anscheinend nur interessant, wenn sie laut abgespielt werden – und das gilt oft sogar für das Tragen von Kopfhörern, durch die das neue Deichkind-Album zu einem rüberschallt.

Der Typ Klette

"Das ist aber ein spannendes Buch, das Sie da lesen". Stimmt, denkt man bei sich – und noch spannender wäre es, wenn man auch Ruhe zum Lesen hätte. Aber die Klette gibt während der ganzen Fahrt nicht auf und versucht, einen suggestiv in ein Gespräch zu verwickeln. Oftmals erfährt man so ungewollt die Lebensgeschichte wildfremder Personen. Wenn selbst das (eigentlich unglaublich unhöfliche) Einsetzen von Kopfhörer direkt vor seinem Gegenüber keine Abhilfe schafft, hilft manchmal nur noch, sich schlafend zu stellen.

Der Jungesellenabschied

Wenn zum dritten Mal eine Bierflasche an die eigenen Füße stößt, weil sie sich gerade ihren Weg durch den Bahnwagon gerollt hat oder man Sekt und Eierlikör im Schokobecher mehrfach dankend abgelehnt hat, dann ist Party-Time. Die Uhrzeit hat dabei oft ebenso wenig Einfluss auf die Nervigkeit des Szenarios wie der Alkoholpegel der mitreisenden Personen. In diesem Moment ist man sich sicher, dass Jugesellenabschiede eigentlich ein Straftatbestand sein sollten.

Am Ende bestimmt aber doch vor allem die eigene Verfassung, wie man auf die Mitfahrer reagiert. Und mal ehrlich: Hat man nicht selbst auch schon mal beim Nachbarn auf das Handy geschaut oder das Wurstbrot ausgepackt?! So oder so lässt sich die nächste Reise trotz Baby oder lauter Musik mit ein bisschen Gelassenheit und einem Noise-Cancelling-Kopfhörer ganz gut überstehen.

lau