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Trend "Number Neighbors": Twitter-User schreiben ihren "Handynummer-Nachbarn" – und kriegen die besten Antworten

Diese neue Twitter-Challenge ist ganz einfach: Nimm deine Handynummer, ändere die letzte Ziffer und schreibe dieser neuen Nummer eine Nachricht mit "Hey Nummern-Nachbar!" Schon entstehen Konversationen, wie man sie nie für möglich gehalten hätte.

Twitter-Trend "Number Neighbors"

Durch die "Number Neighbors"-Challenge auf Twitter kommt es zu lustigen Konversationen

Getty Images

Hast du schon mal eine Person getroffen, die bis auf die letzte Ziffer ein und dieselbe Handynummer wie du hatte? Nein? Das kannst du jetzt ändern! Auf Twitter gibt es eine neue Art von Challenge, bei der man weder auf Waschmittel-Pods beißen noch à la "Bird Box" mit verbundenen Augen über die Straße laufen muss. Nein, dieser Trend ist vollkommen harmlos. Man nimmt einfach die eigene Handynummer, ändert die letzte Ziffer und schreibt diesem sogenannten "Number Neighbor", also "Nummer-Nachbarn", eine Nachricht. Ob am anderen Ende ein 12-jähriger Tic-Toc-Junkie, eine einsame Omi oder vielleicht sogar ein Seelenverwandter sitzt, weiß man vorher nicht. Und genau das macht es so spannend. 

"Number Neighbor"-Challenge auf Twitter

Gestartet hat die Twitter-Challenge offenbar ein User namens Ryan. Er postete zwei Screenshots von einen Chatverlauf mit seinem "Number Neighbor". "Er war so scheiße", schreibt er dazu. Tatsächlich scheint sein Auserwählter nicht besonders gesprächig zu sein, sondern eher sehr verwirrt darüber, warum ein Fremder ihm eine Nachricht schreibt. Ryan gibt sich alle Mühe, das Gespräch am Laufen zu halten.

"Ich frage mich, ob [die Handynummern] nach der Zahlenfolge vergeben werden und wir unsere zu einer ähnlichen Zeit bekommen haben, oder ob sie willkürlich vergeben werden", schreibt er. "Ähm, okay", antwortet sein "Nummern-Nachbar". Ein letzter Versuch: "Hast du Lust zusammen rumzuhängen?", fragt Ryan. "Nein, ich kenne dich gar nicht", lautet die Antwort – verständlicherweise. Ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl hätte der Twitter-User schon an den Tag legen können. Bei den beiden hat es einfach nicht gefunkt. 

Obwohl Ryan bei seinem Nachbarn nicht so viel Glück hatte, machen es ihm viele andere Twitter-User nach und posten ihre Chat-Konversationen mit ihren eigenen "Number Neighbors". "Meiner war ziemlich cool und hat mir einen Kartoffel-Auflauf gegeben", schreibt eine Userin. Gemeint ist damit natürlich kein echter, sondern ein digitaler in Form eines Fotos. "Willkommen in der Nachbarschaft", schreibt ihr "Nummern-Nachbar" dazu. 

Und auch ein anderer User hatte Glück mit seinem: "Er glaubt mehr an mich als ich selbst", schreibt er zu seinem Screenshot. Als er ihm erzählt, dass er gleich "Fortnite" spielen will, antwortet sein Nachbar: "Hol dir den Sieg, ich glaube an dich." 

Ein User namens Joe hat sogar direkt einen neuen besten Freund gefunden.

"Mein Nummern-Nachbar und ich sind jetzt Freunde", schreibt Userin Gabby, die Angst hatte, sie könnte mit der Aktion an eine seltsame Person geraten. "Was wäre ich für ein Nachbar, wenn ich gemein wäre?", bekommt sie allerdings als Antwort. "Das Leben ist zu kurz, um gemein zu den Nachbarn zu sein."

Userin Sascha und ihr Nachbar sind durch einen Artikel auf dem Online-Magazin "Buzzfeed", der ihren Screenshot geteilt hat, sogar zu einer kleiner Berühmtheit geworden und freuen sich gemeinsam darüber.

Man kommt aber auch mit der jüngeren Generation in Kontakt wie User Eric. Er ist 23, sein Nachbar 13. "Du bist also 23 und machst bei einer Internet-Challege mit", schreibt der 13-Jährige spöttisch. Autsch, das tut weh. 

Ja, nicht alle Leute haben so viel Glück. Einem Twitter-User wird sogar mit der Polizei gedroht. "Es gibt so viele seltsame Menschen auf dieser Erde. Das hier ist ein Arbeits-Handy. Schreib mir nie wieder oder ich rufe die Polizei", bekam er als Antwort auf seine Kontaktaufnahme.

Und auch dieser User hat eine Antwort der ganz besonderen Art bekommen.

Ihm wurde ein Teletubbie-Foto geschickt, das leider wenig mit den bunten Wesen aus dem Kinderfernsehen zu tun hat. Es ist eine wahre Horror-Version in schwarz-weiß. Dazu eine Nachricht auf Hindi. Andere Twitter-User haben den Text übersetzt: "Du musst für deine Sünden bezahlen. Sie werden dich zerstören. Du hast keine Chance. Du wirst in ihren Händen sterben. Bereue es." Creepy! "Ich mache diesen 'Nummern-Nachbar'-Scheiß nie wieder", schreibt der User zu seinem Post. Das können wir verstehen.

Na, traut ihr euch auch? Schickt uns gerne Screenshots der Unterhaltungen mit eurem "Handynummer-Nachbarn" an kontakt@neon.de.

def