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Stunt, der tragisch endete: Paar startete ein gewagtes Experiment - jetzt ist er tot und sie muss ins Gefängnis

Sie wollten einen viralen Youtube-Hit landen, doch der Stunt endete tragisch: Eine 20-jährige Amerikanerin wurde nun zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil sie aus Versehen ihren Freund erschoss.

Monalisa Perez

Monalisa Perez bei ihrer Verhaftung

Picture Alliance

Eine Youtuberin aus den USA wurde diese Woche zu sechs Monaten Haft wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Das entschied ein Gericht in Minnesota. Die 20-Jährige hatte im vergangenen Juni ihren Freund Pedro Ruiz getötet - und zwar durch einen Stunt, der tragischerweise schief ging.

Sie und Ruiz hatten schon häufig gemeinsame Videos für Youtube gedreht, darin kamen vor allem harmlose Alltagsmomente und kleine Streiche vor. Doch dieses Mal sollte es etwas Besonderes werden: Der 22-jährige Ruiz überredete seine Freundin, auf ihn zu schießen, nur ein Lexikon sollte ihm als Schutzschild dienen. Offenbar hatte er zuvor mit Schüssen auf Bücher experimentiert und glaubte, der Schmöker sei ausreichend, um ihn zu schützen. Das Buch war keine vier Zentimeter dick.

Monalisa Perez wusste, dass der Youtube-Stunt gefährlich war

Zwei Kameras und die dreijährige Tochter des Paares waren dabei, als Perez aus nächster Nähe den tödlichen Schuss abfeuerte. Kurz zuvor hatte Perez noch getwittert: "Pedro und ich werden jetzt eines der gefährlichsten Videos drehen, das es je gegeben hat. War seine Idee, nicht meine."

"Dieser dumme Streich hatte sich Pedro Ruiz ausgedacht, geplant und ausgeführt. Die Angeklagte hat sich fälschlicherweise darauf verlassen, dass der Stunt seiner Ansicht nach sicher sei", teilte auch der Anwalt von Perez laut dem "Gudardian" mit.

Besonders tragisch: Perez war zum Zeitpunkt des Vorfalls mit dem zweiten gemeinsamen Kind schwanger. Die Kinder haben nun nicht nur ihren Vater verloren, sondern müssen auch zeitweise ohne ihre Mutter auskommen. Der Richter entschied sich jedoch für eine milde Haftstrafe: Perez muss ein halbes Jahr lang zwischen zehn Tagen im Gefängnis und zehn Tagen zu Hause abwechseln. Die restliche Haftstrafe darf sie dann im Heimverzug verbringen. Sie darf außerdem nie wieder eine Waffe besitzen und es ist ihr nicht erlaubt, aus dem Unglück Profit zu schlagen und etwa Geld für das Video zu kassieren.

sst