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Homophobe Gewalt nach Gay Pride: Schwules Paar wird in Zürich verprügelt: "Sie haben uns verfolgt und von hinten geschlagen"

Nach dem brutalen Angriff auf ein lesbisches Paar in London vor wenigen Tagen, wurde am vergangenen Wochenende nun auch ein schwules Paar in Zürich angegriffen. NEON sprach mit einem der beiden mutmaßlichen Opfer.

Zürich: Schwules Paar wird nach Gay Pride verprügelt

Micha Finkelstein (l.) mit seinem Mann Nick Hintermann: Die beiden sind seit sechs Jahren ein Paar – und leben in Zürich

Melania Geymonats Blick ist starr. Sie wirkt wie in Trance, wie sie auf ihrem Platz eines Nachtbusses in London sitzt. Als sei sie nur noch körperlich anwesend. Ihr Körper ist völlig blutüberströmt. Der Mund leicht geöffnet. Ihre dunklen Haare sind durcheinander. Mit ihrer linken Hand umfasst sie ihr rechtes Handgelenk. Neben ihr sitzt ihre Partnerin Chris. Sie weint, schaut sichtlich unter Schock stehend auf ihre Hände und ist ebenfalls völlig blutüberströmt.

Anfang Juni erschütterte dieses Bild tausende Menschen auf Facebook. Es war der Beleg dafür, dass homosexuelle Paare noch immer Anfeindung und Gewalt erleben – selbst in einer so vermeintlich weltoffenen Stadt wie London. Denn genau dort wurde das lesbische Paar von einer Gruppe Männern übel verprügelt. Der Grund dafür war, dass sich die beiden weigerten, sich vor der Gruppe zu küssen.

English & Español, against CHAUVINIST, MISOGYNISTIC AND HOMOPHOBIC VIOLENCE / En contra del MACHISMO, MISOGINIA Y...

Gepostet von Melania Ps am Mittwoch, 5. Juni 2019

Schwules Paar in Zürich angegriffen

Dass Micha Finkelstein, 29, das Gleiche passieren könnte, hätte er bis zum vergangenen Samstag nicht für möglich gehalten, erzählt er NEON. Der gebürtige Israeli ist schwul und lebt seit sieben Jahren in Zürich. Sein Studium habe ihn in die Schweiz geführt. Wegen seines Mannes Nick Hintermann lebt er noch immer dort. Die beiden sind seit mittlerweile sechs Jahren ein Paar – und wohnen im Stadtkreis 3. Das sei das "Hipster Viertel" von Zürich, sagt Micha. Viele Singles, Paare und Familien. "Es gab nie einen Grund, Angst zu haben, händchenhaltend mit meinem Mann hier durch die Gegend zu laufen", sagt er.

Doch genau das sei ihnen am vergangenen Wochenende zum Verhängnis geworden. "Es war in der Nacht nach der Gay Pride in Zürich. Wir hatten eine Freundin abgeholt und wollten gemeinsam zu uns nach Hause. Kurz bevor wir ankamen, riefen Unbekannte von hinten uns plötzlich zu: 'Schwuchteln! Seid ihr schwul?'", sagt Micha. Sie hätten das zunächst ignoriert, seien weitergegangen. Allerdings habe die Gruppe nicht aufgehört. "Sie haben uns verfolgt und dann sogar von hinten geschlagen", so Finkelstein. Sein Mann sei deshalb sogar kurz zu Boden gegangen. Doch irgendwie hätten sie es geschafft, sich zu wehren – und die Täter seien weggelaufen. "Anschließend haben wir sofort die Polizei angerufen. Die sind sehr schnell gekommen – und waren auch sehr unterstützend."

Gestern war die Zürich Pride. Heute Morgen nehme ich Schmerztabletten und zwar nicht weil ich so viel getrunken und so...

Gepostet von Micha Finkelstein am Sonntag, 16. Juni 2019

"Wieso kann so etwas noch immer passieren?"

Die Pressestelle der Züricher Polizei bestätigte NEON telefonisch den Einsatz, wollte aber keine weiteren Details zum Vorfall geben. Indes haben Micha Finkelstein und sein Mann Nick nun Anzeige erstattet. Der 29-Jährige habe noch immer leichte Schmerzen am Kiefer, wie er NEON verriet. Es sei aber alles halb so wild. "Mich macht etwas anderes viel wütender. Wieso kann so etwas im Jahr 2019 überhaupt noch passieren?"

Angriff in London: Von Männern verprügelt: Das sagt das lesbische Pärchen nach der Attacke

Quelle: Polizei Zürich / Micha Finkelstein

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(