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Gewalttat: Lesbisches Paar wird von Männergruppe verprügelt, weil es sich nicht küssen will

Ein lesbisches Paar wurde in einem Londoner Bus von Männern verprügelt. Sie hatten die Frauen aufgefordert, sich vor ihnen zu küssen, doch die weigerten sich. Das Paar musste blutüberströmt ins Krankenhaus eingeliefert werden.

 Gedemütigt, verprügelt und bestohlen

Eine 28-jährige Frau aus Uruguay, Melania G., und ihre amerikanische Freundin Chris stiegen in einen Nachtbus in London, um nach Camden Town zu fahren. Ihnen folgte eine Gruppe von mindestens vier Männern in den Doppeldeckerbus. Diverse Medien, darunter die britische "Sun" und die "Washington Post" berichten von dem unglaublichen Vorfall. Melanie, eines der Opfer, beschreibt den brutalen Überfall auf Facebook: Als die Männer sahen, dass sich Melania und ihre Freundin einen Kuss gaben, fingen sie an, das Paar zu belästigen. Sie beschimpften die beiden jungen Frauen und beschrieben lautstark Sexstellungen. Außerdem warfen sie ihnen Kleingeld zu und forderten das Pärchen auf, sich zu küssen, damit sie dabei zuschauen könnten. Zunächst ignorierte das Paar die Männer, doch diese wurden immer aufdringlicher. Melania versuchte, die Situation zu entschärfen, in dem sie nett mit den Männern sprach und Witze machte, Chris tat so, als ginge es ihr nicht gut. Doch die Gruppe ließ nicht von ihnen ab.

In ihrem Facebook-Beitrag, den Melania einige Tage nach der Tat postet, beschreibt Melania die Attacke. Plötzlich sah sie, wie ihre Freundin Chris von drei Männer gleichzeitig verprügelt wurde. Sie eilte ihr zu Hilfe und bekam selbst einen harten Schlag ab, wodurch sie ohnmächtig wurde.

Die beiden kamen blutüberströmt ins Krankenhaus

Melania kam erst wieder zu Bewusstsein, als der Bus stoppte und die Polizei kam. Doch die Männer waren schon geflohen und hatten sogar noch die Sachen des Paars gestohlen. Daraufhin wurden Chris und sie blutüberströmt ins Krankenhaus gebracht. Melania kann seitdem nicht zur Arbeit gehen. Zum Zeitpunkt des Posts wartete sie noch auf einen Befund, ob ihre Nase durch die brutalen Schläge gebrochen wurde.

Sie schreibt in ihrem Post auch, was sie am meisten nach der Attacke belastet: "Was mich jedoch am meisten aufregt, ist, dass Gewalt zu einer normalen Sache geworden ist, dass es manchmal notwendig ist, eine Frau bluten zu sehen, nachdem sie geschlagen wurde, um einen Wirkung zu verspüren. Ich bin es leid, als Sexobjekt betrachtet zu werden. Ich bin es leid, herauszufinden, dass diese Situationen normal sind und von schwulen Freunden zu hören, die nur deshalb zusammengeschlagen wurden." Sie hätte es satt, ständig homophober Belästigung und Gewalt ausgesetzt zu sein und wünscht sich, dass sich nun wenigstens im Pride Month, Juni, diese Dinge nicht ereignen werden. In diesem Monat wird besonders auf die Gleichberechtigung von Homo-, Bisexuellen und Transgendern (LGBTQ) aufmerksam gemacht.  

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Anmerkung der Red.: Wir haben dem Text noch weitere Quellen hinzugefügt.

fis
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