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Supermarkt-Kette Iceland: Werbespot protestiert gegen die Abholzung des Regenwalds – und wird verboten

Eine britische Supermarkt-Kette plante einen emotionalen Werbespot, der die Geschichte des Orang-Utans "Rang-Tan" zeigt. Die Medienaufsicht stufte den Spot als zu politisch ein – deshalb wird er wohl nie ausgestrahlt. 

Supermarkt-Kette Iceland: Dieser Greenpeace Werbespot wurde verboten, weil er zu politisch ist

Ein Werbespot über den Orang-Utan "Rang-Tan", der die Abholzung des Regenwaldes durch den Menschen thematisiert, sollte eigentlich in der Weihnachtszeit im britischen Fernsehprogramm gezeigt werden. Doch dazu wird es wohl nie kommen. Die Organisation "Clearcast", welche für die Prüfung von Fernsehwerbung vor der offiziellen Ausstrahlung zuständig ist, untersagt es, den Spot zu zeigen. Dieser soll gegen politische Werbevorschriften verstoßen, berichtet die englische Nachrichtenseite "The Telegraph". 

Die Supermarktkette Iceland veröffentlichte das Video stattdessen auf Twitter: "Ihr werdet unsere Weihnachtswerbung in diesem Jahr nicht im Fernsehen sehen, weil sie verboten wurde. Aber wir wollten die Geschichte trotzdem mit euch teilen." 

Worum geht es in dem Clip?

Der ursprünglich von Greenpeace erstellte Werbeclip handelt von "Rang-Tan", einem Orang-Utan, der einfach so in das Kinderzimmer eines Mädchens eindringt und ihre Sachen zerstört. Er wirft die Schokolade weg und heult das Shampoo des Kindes an. Das Mädchen weiß nicht so recht, was es mit dem Affen anfangen soll und fordert ihn auf zu verschwinden. Schließlich fragt sie "Rang-Tan", bevor er das Zimmer verlässt, warum er überhaupt gekommen sei. Die Kamera zoomt ins Auge des Affen, die Farben im Bild verblassen und es werden dramatische Bilder davon gezeigt, wie der Mensch mit Maschinen in den Wald des Orang-Utans eindringt, um Bäume abzuholzen. Dabei beschreibt der Affe:  

"Da ist ein Mensch in meinem Urwald und ich weiß nicht, was ich tun soll. Er zerstört all unsere Bäume für eure Lebensmittel und euer Shampoo. Da ist ein Mensch in meinem Wald und ich weiß nicht, was ich tun soll. Er hat meine Mutter entführt und ich habe Angst, dass er mich auch mitnehmen wird. Da sind Menschen in meinem Urwald und ich weiß nicht, was ich tun soll.  Sie brennen ihn für Palmöl nieder, also dachte ich, ich bleib bei dir!"

Der Zuschauer findet sich im Kinderzimmer wieder. Nach der Beschreibung des Orang-Utans weiß das Mädchen, wie es dem Affen helfen kann. Es möchte die Geschichte öffentlich machen und gibt ihm zu verstehen, dass die Zukunft noch nicht in Stein gemeißelt sei. 

Supermarkt-Kette Iceland spricht sich gegen Verwendung von Palmöl aus

Im April sprach sich Iceland auf seinem Blog öffentlich gegen die Verwendung von Palmöl aus. Unternehmenssprecher Richard Walker erklärte, dass sein Unternehmen kein generelles Verbot von Palmöl fordere. Es sei die eigene Entscheidung der Supermarkt-Kette, sich nicht mehr an der Zerstörung des Regenwaldes zu beteiligen. Man wolle zuerst sicher sein, dass die Palmöl-Industrie nachhaltig wirtschafte. 

Seit die Ablehnung des Werbespots bekannt wurde, hat sich das Video stark in den sozialen Netzwerken verbreiten. Der Tweet der Supermarkt-Kette wurde bereits über 95.000 mal geliked und 90.000 mal retweetet. So erregt der Spot möglicherweise sogar mehr Aufmerksamkeit als wenn er zum Weihnachtsgeschäft im Fernsehen gelaufen wäre.

Quelle: "Telegraph" 

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ky