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Parlament in Neuseeland: Tschüss Männerclub! Dieses Foto ist ein Symbol für Gleichberechtigung

Vor 125 Jahren führte das neuseeländische Parlament das Frauenwahlrecht ein. Wie sich die Zeiten seitdem geändert haben, zeigen Politikerinnen nun mit einem Bild.

39 Politikerinnen des neuseeländischen Parlaments posieren für ein Foto.

39 Politikerinnen des neuseeländischen Parlaments posieren für ein Foto

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Im Parlament von haben Politikerinnen ein Foto ihrer Amtskollegen von 1905 nachgestellt. Während auf der schwarz-weiß Version nur Männer in Anzügen zu sehen sind, ist das Bild von 2018 im wahrsten Sinne bunt: 39 Frauen ganz unterschiedlicher Herkunft und jeden Alters sitzen zusammen in der Bibliothek des Parlaments. Mit dabei sind auch Premierministerin Jacinda Ardern und ihre drei Monate alte Tochter (Mitte).  Mit der Aktion feieren die Politikerinnen das 125-jährige Wahlrecht für Frauen in Neuseeland.

"Was für einen Unterschied 113 Jahre machen!", twitterte die Abgeordnete Gloriz Ghahraman zu dem Foto mit ihren Kolleginnen.

Neuseeland war das erste Land, das 1893 das Frauenwahlrecht einführte. Zum Vergleich: In Deutschland konnten Frauen erst ab November 1918 wählen, in der Schweiz sogar erst ab 1971. Auch wenn es um die generelle Gleichberechtigung geht, ist Neuseeland vorne mit dabei: Bei einer Studie des Weltwirtschaftsforums WEF 2017, die sich mit der Gleichstellung von Männern und Frauen in Bereichen wie Bildung oder politischer Beteiligung beschäftigt, erreichte das Land den neunten Platz; Deutschland landete auf Platz elf. Am geringsten ist die Differenz aber in den skandinavischen Ländern: Island, Norwegen und Finnland besetzten die Spitzenplätze.

Ein Foto reicht nicht

Seit der Parlamentswahl von 2017 sind 46 der 120 Mitglieder im neuseeländischen Parlament Frauen. Das ist ein Anteil von 38,4 Prozent. Die ersten weiblichen Abgeordneten zogen 1933 ins Parlament ein. Im Deutschen Bundestag liegt der Frauenanteil nach der letzten Bundestagswahl bei 30,9 Prozent.

Aber auch in Neueseeland ist nicht alles eitel Sonnenschein: Die amtierende Premierministerin Adern musste sich bei ihrem Amtsantritt als Chefin der Labour Partei und als spätere Regierungschefin einiges anhören. So wurde die 37-Jährige beispielsweise von Reporten gefragt, ob sie Kinder plane. Auch als sie ihre Schwangerschaft nach nur wenigen Monaten im Amt der Premierministerin bekannt gab, reagierte das Netz teilweise scharf. Nach der Geburt legte sie eine sechswöchige Babypause ein, bevor sie wieder in ihr Amt zurückkehrte.

lau