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Nach dem Shitstorm: "Werden uns nicht beugen": Was DAK und Model zum Rassismus-Skandal sagen

Die DAK sieht sich mit einem riesigen Shitstorm konfrontiert - weil sie auf einem Werbeplakat einen dunkelhäutigen Mann zeigt. NEON sprach mit Philipp, der auf dem Plakat zu sehen ist, und dem Leiter der DAK-Pressestelle über Zynismus, Rassismus und die einzig richtige Antwort auf rechte Hetze.

Das DAK-Plakat in Zeulenroda-Triebes in Thüringen

Das DAK-Plakat in Zeulenroda-Triebes in Thüringen wurde beschmiert. Jemand hat "Keine Umvolkung" darauf gesprayt. 

Von rechts weht eine starke Brise gegen die DAK. Die sozialen Medien sind in Aufruhr, Regionalverbände einer gewissen Partei kriegen sich gar nicht mehr ein. Der Grund ist genau so dämlich wie banal: Auf einem Werbeplakat der DAK Gesundheit ist ein dunkelhäutiger Mann zu sehen. Offenbar für einige schon Grund genug, um Zeter und Mordio zu schreien. Eigentlich wollte die Krankenkasse mit dem Motiv – ein Mann und eine Frau halten ein Ultraschallbild in der Hand – nur auf ein neues Angebot für Schwangere aufmerksam machen. Auf Facebook und Co. wird Philipp, so der Name des jungen Mannes auf dem Plakat, wüst beschimpft. "Mörder" und "Vergewaltiger" sind da beinahe noch harmlosere Begriffe. Auch seien es GENAU solche wie er, die den rechtschaffenen deutschen Bürgern auf der Tasche liegen.

"Völliger Quatsch", sagt Philipp. "Von den Dingen, die da geschrieben werden, trifft absolut nichts auf mich zu. Es ärgert mich und macht mich sehr traurig, dass Menschen über andere Menschen urteilen, nur weil sie eine andere Hautfarbe haben." Auch wenn ihm die Hass-Kommentare nahe gehen, nimmt er sie nicht persönlich: "Das ist so hanebüchener Unsinn, was da geschrieben wird, das kann man nicht persönlich nehmen." 

Von der Plakataktion erfahren habe er "zur gleichen Zeit wie alle anderen. Das waren Stockbilder, die meine Freundin und ich zusammen aufgenommen haben." Und auch auf die negative Rückmeldung sei er erst aufmerksam geworden, als seine Freundin auf dem #Haltung-Post der DAK verlinkt wurde. "Als ich mich dann selbst ins Netz begeben habe und geschaut habe, was da so passiert, war ich natürlich total schockiert. Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet. Klar habe ich in der Vergangenheit schon eigene Erfahrungen mit Rassismus gemacht, aber in der Dimension war mir das neu." Der Hass, der ihm da von völlig fremdem Menschen entgegenschlage, sei "schmerzhaft".

So kommentiert die DAK den Shitstorm

Jörg Bodanowitz ist Leiter der DAK-Pressestelle und sprach mit NEON über Hass-Kommentare, den eigentlichen Gedanken hinter der Kampagne und darüber, was Haltung zeigen für ihn bedeutet. 

NEON: Herr Bodanowitz, wie kam es eigentlich zu dieser Kampagne? War es ein bewusster Schritt, eine dunkelhäutige Person auf den Plakaten zu zeigen?

Jörg Bodanowitz: Wir weisen mit dem Plakat auf unsere Leistungen für Schwangere hin. Damit sprechen wir insbesondere junge Familien an. Das ist die Absicht, die hinter diesem Motiv steht. Wir sprechen damit Menschen an, für die Vielfalt in der Gesellschaft Normalität und Alltag ist. Mit Reaktionen, wie wir sie jetzt erleben, haben wir nicht gerechnet. Wir verstehen uns als Unternehmen mitten in der Gesellschaft. Als Krankenkasse haben wir ja auch einen gesellschaftlichen Auftrag, nämlich für alle Menschen da zu sein. Insofern war die Auswahl des Motivs eine bewusste Entscheidung, die Diversität, von der unsere Gesellschaft geprägt ist, auch abzubilden.

Wie wird jetzt gegen die rechte Hetze vorgegangen?

In einigen Fällen haben wir auch Posts an die sozialen Netzwerke gemeldet. Zum Beispiel eins, wo es in etwa hieß: "Wenn ich das nächste Mal an dem Plakat vorbeikomme, habe ich Farbspray und Brandbeschleuniger dabei." Das ist die Androhung einer Straftat.

Haben Sie vor, die Kampagne abzubrechen?

Wir werden uns da nicht beugen, sondern bewahren Ruhe. Unsere Kampagne läuft bis März und dabei bleiben wir auch. Das Schöne ist, dass wir viel Zuspruch und Unterstützung bekommen haben. Von vielen Mitbewerbern, Abgeordneten des Bundestages bis zum thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow.

Gab es unabhängig von den Kommentaren in den sozialen Medien noch weitere Reaktionen?

Jörg Bodanowitz: Wir haben E-Mails bekommen, die von Rassismus und Hass auf Menschen, die anders sind, geprägt sind. So viel Intoleranz ist einfach erschütternd. In Zeulenroda-Triebes in Thüringen wurde ein Plakat verunstaltet. Es wurde unter anderem mit dem Schriftzug "Keine Umvolkung" beschmiert. Wir werden unvermittelt mit einem massiven Alltagsrassismus konfrontiert, weil wir in unserer Kommunikation die gesellschaftliche Realität abbilden. Das ist neu und eine echte Herausforderung. Da gibt es nur eine Antwort: Haltung zeigen.

Ist das das erste Mal, dass die DAK derart angefeindet wird?

Jörg Bodanowitz: Wir sind sehr stark dafür angefeindet worden, dass wir in Zusammenarbeit mit Kommunen und einigen Bundesländern Krankenversicherungskarten für asylsuchend registrierte Geflüchtete zur Verfügung gestellt haben. Dahinter stecke die Idee Verwaltungsprozesse zu vereinfachen. Diese Karten sind besonders gekennzeichnet, so dass wir die Abrechnung mit Ärzten und Krankenhäusern im Auftrag der Kommunen durchführen konnten. Wir machen solche Abrechnungen täglich, während viele Kommunen mit der hohen Zahl der Abrechnungen teilweise überfordert waren. Wir haben sie vorgestreckt und die Kommunen haben uns die Aufwendungen anschließend aus Steuermitteln erstattet. Da ist nicht ein Cent aus Mitgliederbeiträgen gezahlt worden. Aber die Hass-Kommentare kamen trotzdem. Wir haben das damals immer wieder richtiggestellt, versucht aufzuklären. Aber die Trolle in den sozialen Netzwerken wollten das einfach nicht wissen und haben uns immer wieder vorgeworfen Mitgliederbeiträge für Flüchtlinge aufzuwenden. Man kann das nur als zynisch und dumm bezeichnen. Versetzen Sie sich mal in die Situation von Menschen, die aus einem Bürgerkriegsland zu uns fliehen, weil ihr Leben bedroht ist. Es sitzt doch niemand in einem zerbombten Haus in Aleppo und sagt sich: "Ab nach Deutschland, da ist das Sozialsystem so super, da lass ich mir jetzt mal die Zähne sanieren." 

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CO2-Paket2019
Habe mir gerade mal die heutige Koalitionsregelung durchgelesen. GAS soll angeblich bepreist werden, wie Flüssig- & Feststoff-Energien. Frage A: ERD-GAS soll laut früheren Aussagen KEIN bzw. KAUM "Abgase" erzeugen. Erdgas-Auto-Anlagen-Werbe-Slogan: "unser Abgas ist reines Wasser" Frage B: Wir haben Fernwärme (angeblich zu 100% aus RUSSEN-ERD-GAS) ZUDEM sind "unsere" Genossenschafts-Wohnbauten (angeblicher "Neubau" in 1989/90/91 (Erstbezug-Timeline 1991 bis 1992) und voll nach WEST-Standard gedämmt und entsprechend baurechtlich von Westbehörden abgenommen worden. Die Balkondämmungs-VOB-Baugewähr lief bspw. in "unserem" Block in 2006 ab. Die Anzahl der Blocks "unserer" Wohn-Genossenschaft beträgt rund 10 Blocks, die "zusammen in den NK abgerechnet werden" (und auf die m2 der Einzelnen Wohnungen "anteilmäßig umgelegt" werden). FAKTUM: Die jährlichen Heizkosten-VERBRÄUCHE liegen "bei uns" rund 50% niedriger als bei der Landeseigenen-Wohngesellschaft., auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Diese haben zur Außen-Sanierung nur "dick Farbe" auf die "dünn verputzten" Kieselstein-Fertigplattenbauten (aus gleicher Bauzeit) aufgetragen. Die Heizkostenstatistik stammt von den Grundsicherungsämtern, die die Miet- & NK von "Bedürftigen" ersatzweise übernehmen. Die Landes-Wohnbaugesellschaften gelten als Treiber der Miet- & NK. Hiermit wurde der Mietspiegel (laut Zahlen der BBU) "preistreibend beeinflusst". FRAGE C: Diese "neue Preistreiberei" NUN, mit der CO2-Bepreisung ab 2019 sowie die "Sanierung der früheren Minmal-Sanierung" wird auch "unseren Mietspiegel" drastisch weiter manipulieren, obwohl es 1. bei "uns" gar keinen "frischen" Handlungsbedarf gibt ! (vollsaniert, GAS-Fernwärme) 2. wir auch den Anbieter NICHT wechseln können, weil der wir Ferngas-Heizung-bestimmt sind, durch Baurecht. 3. weil die Landes-Wohnbausgesellschaft, das, was im eigentlichen Sinn KEINE Sanierung darstellt, als solche definiert (und auf den deren Mietpreis umlegt) ... (Unsinnsbeispiel): so schaffen die gerade die Müllschächte ab und kassieren dafür einen "WohnWerte-Aufschlag" bei den NK, der den Mietspiegel fürden gesamten Nahbereich anhebt. ... (Sanierungs-spielchen): ein Bekannter von mir musste, weil lediglich seine Block-Außenwände "bunt saniert" wurden, 400 Euro (Erstbezug nach Sanierung) für die selbe Wohnung monatlich mehr bezahlen. Er widersprach der Mieterhöhung und es ging vor Gericht. Das Gericht folgt der Landes-Wohnbaugesellschaft und deren Argument, der Bekannte würde schließlich "massiv Enegie einsparen" !!! .... das traf natürlich bis heute (5 Jahre später) niemals zu. Neben den Mietzusatzkosten (KM) sowie den Heizkostensteigerungen (NK) - bei gleichem, extrem hohen Verbrauch - wurde er doppelt bestraft. ... und der Mietspiegel sagt, der "graue" Ghetto-Bezirk sei nun ein "buter und gut sanierter" Luxus-Wohnbestandsbereich ! FRAGE D: demnach macht es auf KEINEN Sinn mehr, ERD-GAS-Taxen & -Busse einzusetzen, nur Wasserstoff- oder E-KFZ ????? SCHLUSSFRAGE: was passiert, wenn diese hohen NEUKOSTEN für die Verbraucher, durch die CO2-Bepreisung wieder einmal ein TEURER NULLEFFEKT -- ohne unabhängige Kontrolle und ohne Strafbewehrung wird ?? Ein 50 Milliarden-Märchen ... das bereits in Stufe 1 (bis 2022) scheitert ?? Vermutlich werden wieder die PRIVATEN Wohnanbieter und PRIVAT-Organisierten Wohn-Genossenschaften die LOOSER sein. Sowie die Verbraucher als Ganzes.
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.