In dem am Wochenende bekannt gewordenen Antrag für den CDU-Parteitag mit dem Titel "Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit" fordert die MIT wegen des Fachkräftemangels eine Reform: Der Rechtsanspruch solle künftig "nur bei Vorliegen einer besonderen Begründung gelten", das könnten Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder Weiterbildungen sein. Alles andere müsse ausgehandelt werden. Der CDU-Wirtschaftsflügel löste damit eine Welle der Kritik aus, parteiintern vor allem wegen der Wortwahl.
Der nun gebildeten Arbeitsgruppe zur Überarbeitung des Antrags gehören der "Rheinischen Post" zufolge auch Gesundheitsministerin Nina Warken, Bildungsministerin Karin Prien und Fraktionsvize Günter Krings an. Schon am Sonntag will die Arbeitsgruppe demnach eine überarbeitete Version vorlegen.
Aus der Antragskommission hieß es demnach, der Antrag für den Bundesparteitag in Stuttgart im Februar werde "nicht geschliffen, sondern um zusätzliche Aspekte erweitert". Welche genau, solle die Arbeitsgruppe ebenfalls erarbeiten. Auf den Begriff "Lifestyle" werde verzichtet. Weiter hieß es, MIT-Chefin Connemann habe sich in der Sitzung der Antragskommission für die Wortwahl entschuldigt, inhaltlich den Antrag aber verteidigt und dafür viel Zuspruch von den Mitgliedern erhalten.