Die Frau, deren Namen nicht genannt wird, hatte am Dienstag bereits unter Tränen die Geschehnisse nach einer Party im Jahr 2018 auf dem königlichen Anwesen Skaugum außerhalb Oslos geschildert. Sie sagte vor Gericht, nach einem kurzen sexuellen Kontakt mit Hoiby, den sie abgebrochen habe, sei sie eingeschlafen. Die Polizei nahm später Kontakt zu der Frau auf, nachdem sie auf dem Handy des Angeklagten Aufnahmen und Bilder entdeckte, die nach Angaben der Ermittler zeigen, wie er sie im Schlaf vergewaltigt. Die Frau selbst hat keine Erinnerungen daran.
Hoiby wird vorgeworfen, vier Frauen vergewaltigt und mehrere Ex-Freundinnen körperlich und psychisch misshandelt zu haben. Die mutmaßlichen Vergewaltigungen fanden laut dem Eröffnungsplädoyer der Staatsanwaltschaft am Dienstag alle nach zunächst einvernehmlichem Geschlechtsverkehr statt - oft nach Abenden mit starkem Alkoholkonsum, an denen die Frauen nicht in der Lage gewesen seien, sich zu verteidigen.
Die Verteidigung argumentierte dagegen, Hoiby habe "alle Handlungen als völlig normale und einvernehmliche sexuelle Beziehungen wahrgenommen". Insgesamt umfasst die Anklage gegen den aus einer früheren Beziehung von Mette-Marit stammenden Sohn der Kronprinzessin 38 Punkte, Hoiby drohen bis zu 16 Jahre Haft. Zum Prozessauftakt hatte der 29-Jährige am Dienstag die Vergewaltigungsvorwürfe zurückgewiesen und auch in anderen schwerwiegenden Anklagepunkten auf nicht schuldig plädiert.