"Wir befinden uns noch am Anfang der Saison mit hohem Wetterrisiko", sagte Heffernan vor Journalisten. Es habe bereits viele Brände in der Vegetation gegeben. Die Einsatzkräfte müssten noch "viel Arbeit" leisten, um diese Brände einzudämmen.
Bis Sonntag wurden laut Katastrophenschutz bei den Bränden im Bundesstaat Victoria mehr als 300.000 Hektar Vegetation vernichtet. Bei Temperaturen von über 40 Grad Celsius und starkem Wind waren in dem Bundesstaat in den vergangenen Tagen zahlreiche Buschbrände ausgebrochen. Dutzende Wohnhäuser wurden zerstört, mindestens ein Mensch kam ums Leben. Mehr als 350 Gebäude brannten nieder.
Am Vortag hatten die Behörden wegen der Feuer den Ausnahmezustand ausgerufen. Hunderte Feuerwehrleute aus dem ganzen Land waren im Einsatz.
Zwar haben sich die Wetterbedingungen mittlerweile leicht verbessert. Doch den Behörden zufolge wüteten im gesamten Bundesstaat noch immer zwölf Großbrände.
In Australien ist derzeit Sommer, hohe Temperaturen und starker Wind erhöhen die Brandgefahr. In den Sommermonaten gibt es in dem Land regelmäßig Buschbrände. Durch den Klimawandel nimmt die Zahl und Intensität der Dürren und schweren Waldbrände zu.
Die Durchschnittstemperatur in dem Land ist laut Wissenschaftlern seit dem Jahr 1910 um 1,5 Grad Celsius angestiegen. Australien gehört nach wie vor zu den weltgrößten Produzenten und Exporteuren von Erdgas und Kohle - zwei der für die Erderwärmung verantwortlich gemachten fossilen Energieträger.