Das Landgericht im bayerischen Aschaffenburg hat einen 42-Jährigen wegen Betrugs mit 3D-Druckern im großen Stil zu sechs Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Die Kammer ordnete zudem die Einziehung von Taterträgen in Höhe von 1,1 Millionen Euro an, wie eine Gerichtssprecherin am Donnerstagabend mitteilte.
Demnach sahen es die Richter als erwiesen an, dass der 42-Jährige im Jahr 2021 mehrere Unternehmen mit sogenannten sale-and-lease-back-Verträgen betrog. Dabei gab er mit gefälschten Unterlagen vor, 3D-Drucker über seine Firma gekauft und bereits bezahlt zu haben.
Im Gegenzug übereignete er den geschädigten Unternehmen die angeblich gekauften Drucker als Sicherheit. Die Firmen gingen davon aus, dass der 42-Jährige der Besitzer der 3D-Drucker ist. Sie schlossen Leasingverträge ab und überwiesen ihm die angeblich bereits bezahlten Kaufpreise. Tatsächlich hatte er keinen dieser so finanzierten Drucker erworben.