Seit der Gründung der Vereinten Nationen nach dem Zweiten Weltkrieg waren alle neun UN-Generalsekretäre Männer. Viele Länder haben sich zwar für die Ernennung einer Frau eingesetzt. 2016 setzte sich der heutige UN-Generalsekretär António Guterres aus Portugal jedoch gegen mehrere Mitbewerberinnen durch.
Neben Bachelet kandidieren auch der argentinische IAEA-Chef Rafael Grossi, Costa Ricas frühere Vizepräsidentin Rebeca Grynspan und Senegals Ex-Präsident Macky Sall um die Nachfolge von Guterres. Sie werden noch bis Mittwoch jeweils drei Stunden die Fragen von Vertretern der 193 UN-Mitgliedstaaten sowie von Nichtregierungsorganisationen beantworten. Guterres' zweite Amtszeit endet am 31. Dezember.
Viele Länder sprechen sich nach bislang ausschließlich männlichen UN-Generalsekretären für eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen aus. Bei der Entscheidung, wer Guterres ablöst, spielen die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich die entscheidende Rolle. Sie können Kandidaten jeweils mit ihrem Veto verhindern.