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Duisburg erinnert an Opfer der Loveparade-Tragödie


Zum zweiten Jahrestag der Katastrophe bei der Duisburger Loveparade haben Überlebende und Hinterbliebene der Opfer gedacht.

Zum zweiten Jahrestag der Katastrophe bei der Duisburger Loveparade haben Überlebende und Hinterbliebene der Opfer gedacht. Nach Angaben der Veranstalter des Loveparade-Selbsthilfe-Vereins versammelten sich am Abend rund 2500 Menschen auf dem Opernplatz in der Innenstadt zu einer öffentlichen Gedenkfeier. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) hielt auf Bitte der Angehörigen der 21 überwiegend jugendlichen Opfer die zentrale Rede zu der Veranstaltung.

Der Vorsitzende der Loveparade-Selbsthilfe, Jürgen Hagemann, sprach anschließend von einer "guten und emotionalen Rede" und einer "bewegenden Veranstaltung". Link habe sich zur Verantwortung der Stadt für die Katastrophe bekannt, sich für die Tragödie entschuldigt und eine rückhaltlose Aufklärung versprochen. "Mehr kann man nicht erwarten", sagte Hagemann, dessen Verein die Hinterbliebenen der tödlichen Massenpanik vor zwei Jahren vertritt.

Zuvor hatten sich die Angehörigen und Überlebenden abgeschirmt von der Öffentlichkeit am Unglücksort versammelt, um der Toten zu gedenken, bevor sie in einem Schweigemarsch vor das Stadttheater zogen. Am 24. Juli 2010 waren bei einer Massenpanik am einzigen Zugang zum Loveparade-Gelände 21 Menschen getötet und mehr als 500 verletzt worden. Die Schuldfrage ist noch immer ungeklärt. Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) weigerte sich monatelang, die Verantwortung zu übernehmen und war im Februar schließlich abgewählt worden.

AFP AFP

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