In 451 Fällen mussten die Erkrankten im Jahr 2024 in Krankenhäusern behandelt werden, acht Menschen starben. Von einem lebensmittelbedingten Krankheitsausbruch sprechen die Behörden, wenn zwei oder mehr Menschen an demselben Lebensmittel erkranken.
Die häufigsten Verursacher von Krankheitsausbrüchen waren wie schon in den Vorjahren Salmonellen und Campylobacterbakterien. Salmonellen werden vor allem durch unzureichend erhitzte Eier oder eihaltige Speisen sowie durch rohes oder nicht durchgebratenes Fleisch übertragen. Die Folgen können Durchfall, Kopf- und Bauchschmerzen, Fieber oder Erbrechen sein. Hauptquelle für Campylobacterinfektionen ist unzureichend erhitztes Geflügelfleisch, aber auch Rohmilch.
Am häufigsten wurden Lebensmittelinfektionen durch Fleisch und Fleischerzeugnisse sowie Gemüse und Gemüseerzeugnisse verursacht. Insgesamt lagen tierische Lebensmittel im Jahr 2024 mit einem Anteil von 47 Prozent noch vor den pflanzlichen Lebensmitteln mit 33 Prozent als Verursacher.
Laut BVL nahmen in den vergangenen fünf Jahren Ausbrüche durch pflanzliche Lebensmittel zu. Waren es im Jahr 2020 noch vier Ausbrüche dieser Art, wurden im Jahr 2024 bereits zwölf der Ausbrüche durch Gemüse, Getreideerzeugnisse oder Beeren und Früchte registriert. Die Zahlen zeigten, "dass auch pflanzliche Lebensmittel, die oft ohne weitere Hitzebehandlung als Salatzutaten verzehrt werden, Krankheitsausbrüche verursachen können", erklärte BVL-Präsidentin Gaby-Fleur Böl.
Im Gegensatz zu den vier Vorjahren wurden 2024 erstmals die meisten Krankheitsausbrüche in Betrieben der Kategorie Take-Away und Fast-Food-Imbisse ausgelöst. An zweiter Stelle folgten Privathaushalte.