Einen Monat nach Inkrafttreten von Gesetz: Erstmals Sterbehilfe in Uruguay

Abstimmung für Sterbehilfe im Senat im Oktober
Abstimmung für Sterbehilfe im Senat im Oktober
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In Uruguay ist erstmals ein Mensch durch Sterbehilfe aus dem Leben geschieden. Es habe sich um eine unheilbar an Krebs erkrankte Frau gehandelt, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Freitag aus Ärztekreisen. Vor einem Monat war in Uruguay Sterbehilfe legalisiert worden.

Nach Angaben des Fernsehsenders Telenoche 4 wurde die Sterbehilfe bei einer 69-jährigen Frau vorgenommen, die unheilbar an Krebs erkrankt war. "Dies war ein sehr wichtiger und symbolischer Tag für unser Land", sagte der Abgeordnete Federico Preve von der linksgerichteten Regierungspartei Frente Amplio. "Diese Person konnte wählen, in Frieden zu sterben. Sie konnte wählen, im Einklang mit ihren eigenen Überzeugungen zu sterben."

Das im Oktober vergangenen Jahres vom Parlament verabschiedete und vor einem Monat in Kraft getretene Gesetz ermöglicht Erwachsenen den Zugang zu Sterbehilfe. Sie müssen dafür geistig zurechnungsfähig sein und sich im Endstadium einer unheilbaren Krankheit befinden, die ihnen Leiden verursacht.

Uruguay ist bekannt für seine liberale Sozialpolitik und hat den Konsum von Cannabis, die gleichgeschlechtliche Ehe und Abtreibungen lange vor den meisten anderen südamerikanischen Staaten legalisiert.

AFP