Dieser Moment darf auf keiner Meisterfeier fehlen: Wenn Spieler und Trainer die Meisterschale in die Höhe zeigen und sich für ihre Leistung feiern lassen. Die Meisterfeier des FC Bayern auf dem Marienplatz in München hätte um ein Haar ohne diese Präsentation stattfinden müssen. Trainer Vincent Kompany hatte die Trophäe nach der internen Party in der Nacht zum Sonntag mit nach Hause genommen, dann aber vergessen, sie zum Empfang im Rathaus mitzubringen.
„Wir waren hier, und dann hat die Meisterschale gefehlt, und dann habe ich mich erinnert, dass sie bei mir zu Hause war, das habe ich total vergessen. Sie lag in der Küche oder so“, berichtete Kompany grinsend. Für Rettung in höchster Zeitnot sorgte Ehefrau Carla, die die Schale rechtzeitig zum Rathaus brachte.
Vincent Kompany lässt sein Team ausgiebig feiern
Beim Party-Marathon im Stadion, auf dem Nockherberg und schließlich noch auf dem Münchner Rathausbalkon mochte Vincent Kompany seinen Meisterspielern kein Limit setzen. Auch der Trainer war nach der Rekord-Meisterschaft mit sagenhaften 122 Toren und der Abschlussgala beim 5:1 (3:1) gegen den 1. FC Köln in prächtiger Partylaune.
Den Bierduschen seiner Spieler konnte er natürlich nicht entgehen – und als Feierbiest wollte sich Kompany nicht selbst titulieren. „Feierbiest? Nein, bin ich nicht, wenn wir ein Ranking machen“, wehrte der 40 Jahre alte Belgier ab. Im Netz kursieren aber Videos, in denen Kompany auf der Tanzfläche zu sehen ist. In den Kommentaren gibt es viel Lob.
Und doch hat gerade dieser Mann dem Münchner Starensemble neben einem rasanten Spielstil eben auch vermittelt, wie sehr sie auch wiederkehrende Erfolge nach harter Arbeit über ein gesamtes Jahr genießen sollen. Kompany übernimmt dabei gern die Rolle des Animateurs, „damit es anfängt. Ich bin dann ein bisschen früher im Bett als die anderen.“
Der inzwischen legendäre Porzellan-Kakadu als Glücksbringer war auch jetzt wieder dabei. Nach dem Meistertitel 2025 will der inzwischen landauf, landab bewunderte Trainer Kompany in seinem zweiten Bayern-Jahr nach dem knapp verpassten Champions-League-Endspiel unbedingt das Double gewinnen.
„Es ist wichtig, dass wir diese Titel schätzen und feiern“, erklärte der Coach: „Und ab Montag müssen wir den Knopf wieder umdrehen. Ich glaube, dass die Jungs wissen, was dann die nächste Aufgabe ist.“
Am kommenden Samstag soll bei der lang ersehnten Rückkehr nach Berlin im Finale gegen Titelverteidiger VfB Stuttgart die 35. Meisterschaft mit dem 21. DFB-Pokalgewinn abgerundet werden.