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Bundesregierung will Erdogan-Auftritt in Deutschland nicht erlauben


Die Bundesregierung will einen Auftritt des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan in Deutschland vorerst nicht erlauben.

Recep Tayyip Erdogan soll keine Erlaubnis für einen Deutschland-Auftritt bekommen. Die Bundesregierung habe dazu eine abgestimmte Haltung, sagte ein Regierungssprecher am Donnerstag in Berlin. Die öffentliche Rede des türkischen Staatschefs soll nicht erlaubt werden. Zuvor hatte sich bereits Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) in Russland gegen einen solchen Auftritt ausgesprochen. Dies sei mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) abgestimmt, sagte der Regierungssprecher.

Nach den Plänen der Bundesregierung soll es drei Monate vor der Bundestagswahl generell keine Auftritte von Nicht-EU-Politikern in Deutschland geben.

Zuvor hatte SPD-Chef Martin Schulz ein Auftrittsverbot für Erdogan gefordert: "Ausländische Politiker, die unsere Werte zu Hause mit Füßen treten, dürfen in Deutschland keine Bühne für Hetz-Reden haben. Ich will nicht, dass Herr Erdogan, der in der Türkei Oppositionelle und Journalisten ins Gefängnis steckt, in Deutschland Großveranstaltungen abhält", sagte Schulz der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag.

AFP

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