Anders als zuletzt in Großbritannien ist nach DWD-Angaben hierzulande aber kein neuer Temperaturrekord für Mai zu erwarten. Der bisherige Monatsspitzenwert von 36,6 Grad wurde demnach 1922 in Hamburg gemessen. Er sei aktuell "nicht in Gefahr", betonte der Wetterdienst in Offenbach.
In den nächsten Tagen soll es hierzulande verbreitet weiter recht heiß bleiben, die Temperaturen sinken aber. Wie der DWD mitteilte, ist am Mittwoch in den südlichen Landesteilen mit Werten von 27 bis 33 Grad, am Donnerstag zumindest im Bereich des Oberrheins nochmals bis zu 30 Grad zu rechnen.
Im Norden bleibt es demnach mit Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad am Mittwoch sowie 18 bis 23 Grad am Donnerstag ohnehin weiterhin deutlich kühler. In der Nacht zu Donnerstag etwa herrscht im Norden bei klaren und wolkenlosem Himmel örtlich demnach sogar die Gefahr von Bodenfrost.
In weiten Teilen Westeuropas herrscht derzeit eine frühsommerliche Hitzewelle. Dem Deutschen Wetterdienst zufolge ist sie die Folge einer sogenannten blockierenden Wetterlage, bei der sich ein Hochdruckgebiet aufgrund einer Wellung von atmosphärischer Jetstream-Strömung für eine längere Zeit festsetzt. In diesem sinkt Luft ab und erwärmt sich dabei.
Ungehinderte Sonneneinstrahlung aufgrund weitgehend fehlender Wolken führt demnach zu immer stärkerer Aufheizung, zudem strömt ohnehin heiße und trockene Luft aus Nordafrika in das Hochdruckgebiet. Dadurch bildet sich ein sogenannter Hitzedom. Laut DWD liegt Deutschland aber nur am Rand der Heißluftglocke. "Ansonsten wären auch hier Rekorde in Gefahr."