Diejenigen, die Vorschläge für den Nobelpreis machen dürfen, darunter frühere Preisträger, Abgeordnete und Minister, dürfen hingegen öffentlich über ihre Empfehlung sprechen. Demnach wurden dieses Jahr unter anderen der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und die schwedische Aktivistin Greta Thunberg für die begehrte Auszeichnung vorgeschlagen. Auch der Internationale Strafgerichtshof ist demnach unter den Nominierten.
Zudem haben mehrere Nominierungsberechtigte erneut US-Präsident Donald Trump ins Spiel gebracht. Trump hatte den Preis bereits im vergangenen Jahr für sich reklamiert und behauptet, acht Kriege beendet zu haben. Ausgezeichnet wurde dann allerdings die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado, die ihre Medaille im Januar an Trump weitergab. Das Komitee betonte im Anschluss, dass die Auszeichnung untrennbar mit der Preisträgerin verbunden sei.
Die Nominierungen mussten bis zum 31. Januar eingereicht werden, wobei Mitglieder des Nombel-Komitees weitere Vorschläge bei ihrer ersten Sitzung nach Ablauf der Frist am 26. Februar machen konnten.
Die Zahl der Vorschläge bleibe "konstant hoch", erklärte das Institut. "In einer zunehmend konfliktreichen Welt mangelt es nicht an Kandidaten, deren Handeln in eine bessere Zukunft weist". Der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2016 wurde allerdings nicht erreicht: Damals waren 376 Nominierungen gezählt worden.
Der Preisträger wird in diesem Jahr am 9. Oktober bekannt gegeben - einen Tag vor dem Todestag von Stifter Alfred Nobel. Das Komitee besteht aus fünf Mitgliedern.