Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag von Staatsanwaltschaft und Nebenklage. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Der Angeklagte, das Opfer sowie zwei weitere Beteiligte hatten im Jahr 2014 laut Anklage über das Internet Tankkarten vertrieben, für die die Kunden in der Folgezeit Tankgutscheine mit einem höheren Gesamtwert erhalten sollten.
Es handelte sich demnach um ein sogenanntes Schneeballsystem: Neue Einzahlungen dienten dazu, frühere Kunden auszuzahlen. Der Zahlungsverkehr lief dabei über ein Konto einer Firma in Hongkong bei einer Bank auf Zypern.
Laut Anklage geriet der Angeklagte in Sorge um seine Einnahmen, als das spätere Opfer aussteigen wollte und Einfluss auf die Kontoverwaltung nahm und das Konto zeitweise sperren ließ. Er habe daraufhin einen Geschäftspartner gebeten, einen Auftragsmörder für den Komplizen zu organisieren.
Der Komplize wurde schließlich am 14. Dezember 2014 getötet. Der beauftragte Täter soll für den Mord einen fünfstelligen Betrag erhalten haben.