Der Zuschlag für Leistungen in ambulant betreuten Wohngruppen betrug für alle Pflegegrade im vergangenen Jahr 224 Euro, wie die Zeitung aus der Antwort weiter zitierte. Kaufkraftbereinigt blieben davon 173 Euro übrig, das war ein Minus von rund 23 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 2017.
Die Linken-Pflegeexpertin Evelyn Schötz sprach in der "Rheinischen Post" von einer "schleichenden finanziellen Belastung" für Millionen Betroffene. Seit Einführung der Pflegegrade 2017 hätten zentrale Leistungen "massiv an Kaufkraft verloren". Was nominal nach kleinen Erhöhungen aussehe, sei in Wahrheit "eine reale Kürzung für jene, die auf Unterstützung angewiesen sind".
Die vorher geltenden drei Pflegestufen waren im Zuge der Pflegereform 2017 von den heute geltenden fünf Pflegegraden abgelöst worden. Seitdem wird etwa Demenz stärker erfasst.