Luftlecks an ISS-Modul sorgen vorübergehend für Alarm

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Luftlecks an der Internationalen Raumstation ISS haben am Freitag vorübergehend einen Alarm ausgelöst. Die US-Raumfahrtagentur Nasa rief mehrere Astronauten auf, in dem angedockten Raumschiff Schutz zu suchen. Nach Reparaturarbeiten konnten sie wieder auf die ISS zurückkehren.

Eine Nasa-Sprecherin hatte angegeben, die Luftlecks seien in dem russischen Modul Swesda ("Stern") entdeckt worden, und die russische Raumfahrtagentur Roskosmos wolle deshalb Reparaturarbeiten ausführen. Vorsorglich habe die Nasa deshalb fünf Astronauten gebeten, sich an Bord des Dragon-Raumschiffs zu begeben. Darunter waren die Französin Sophie Adenot, derzeit die einzige Europäerin auf der ISS, sowie der Nasa-Astronaut Chris Williams.

Nach Angaben eines Nasa-Sprechers bereitete sich die Besatzung darauf vor, das Dragon-Raumschiff wieder zu verlassen und zur ISS zurückzukehren.

In einer Erklärung von Roskosmos, aus der russische Staatsmedien zitierten, hieß es, die Kosmonauten hätten zwei potenzielle Luftleckstellen entdeckt. Die erste sei „sofort“ abgedichtet worden. Für die Reparatur der zweiten Stelle liefen die Vorbereitungen.

Luftlecks seien bereits ein paar Mal vorgekommen, sagte eine Nasa-Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP in Washington. Die US-Raumfahrtagentur arbeite eng mit Roskosmos zusammen, um das Problem nachhaltig zu beheben.

Die ISS ist bereits seit 25 Jahren dauerhaft mit Astronauten und Kosmonauten besetzt. Sie ist einer der wenigen Orte, an denen es während des Angriffskriegs in der Ukraine noch eine Zusammenarbeit westlicher Nationen mit Russland gibt.

AFP