Mehr als 20 Tote und Dutzende Verletzte bei Brand in Frühstückspension in Neu Delhi

Einsatzkräfte am Brandort in Neu Delhi
Einsatzkräfte am Brandort in Neu Delhi
© AFP

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Beim Brand in einer Pension in Neu Delhi sind mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen und Dutzende weitere verletzt worden. Nach dem „tragischen Vorfall“ in einem dicht besiedelten Viertel der indischen Hauptstadt seien 21 Todesopfer geborgen worden, erklärte die Polizei am Mittwoch. Mehr als 40 weitere Menschen seien verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Einsatzkräfte suchten weiter nach möglichen weiteren Opfern.

Das Feuer war der Polizei zufolge am Vormittag im „Flourish Stay“, einer günstigen Frühstückspension im Süden der Stadt, ausgebrochen. Die vielen Verletzten seien in umliegende Krankenhäuser gebracht worden. Eine der behandelnden Kliniken erklärte, acht der Eingelieferten schwebten in Lebensgefahr.

Örtliche Medien wie die Zeitung „Indian Express“ berichteten, viele Todesopfer seien aus afrikanischen Ländern für medizinische Behandlungen nach Indien gereist und hätten sich dafür in der Pension einquartiert. Der örtliche Abgeordnete Satish Upadhyay sagte vor Journalisten, zum Zeitpunkt des Brandes hätten sich 47 Gäste in der Pension aufgehalten. „Der Fall wird untersucht und alle, die das Gesetz gebrochen haben, werden sofort festgenommen“, kündigte er an.

Das Feuer sei mittlerweile unter Kontrolle, teilte die Polizei mit. An dem Feuerwehr-Einsatz seien acht Löschfahrzeuge beteiligt gewesen. Für die Betreuung der geborgenen Brandopfer sowie die Suche nach möglichen weiteren Opfern blieben Einsatzkräfte vor Ort.

Indiens Regierungschef Narendra Modi sprach im Onlinedienst X von einem „tragischen“ Vorfall und drückte den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus.

Die Brandursache war zunächst unklar. Einige Berichten legten nahe, dass die Pension nur eine Fluchttür gehabt und über keine richtige Belüftung verfügt habe. Die indische Nachrichtenagentur PTI berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, in ihrer Not seien einige Menschen aus dem zweiten und dritten Stockwerk auf Matratzen gesprungen, die Anwohner zu ihrer Rettung auf der Straße ausgelegte hätten.

In Indien werden Hausbrände meist durch Kurzschlüsse verursacht, häufig wegen schlecht gewarteter Elektrik. Außerdem fehlt es oft an Ausrüstung für die Bekämpfung von Bränden. Das Feuer vom Mittwoch zählte zu den folgenschwersten Bränden der vergangenen Jahre in der 30-Millionen-Einwohner-Stadt Neu Delhi. 2019 waren dort beim Brand in einem Gebäude, in dem Fabrikarbeiter schliefen, 43 Menschen ums Leben gekommen.

AFP