Die Spritpreise gehen trotz der 12-Uhr-Regel an den Tankstellen teils noch nach oben. Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) schlägt deshalb vor, dass der Bund den Preissprung am Mittag gesetzlich auf höchstens fünf Prozent begrenzt.
„Die 12‑Uhr‑Regel ist ein Anfang, aber sie stoppt die Preissprünge an der Zapfsäule nicht zuverlässig. Die Bundesregierung wirbt mit einem Tankrabatt von rund 17 Cent pro Liter, gleichzeitig sehen wir um 12.00 Uhr Erhöhungen, die diese Entlastung auf einen Schlag wieder auffressen“, sagte Crumbach.
„Wenn der Bund es ernst meint mit fairen Spritpreisen, muss er nachlegen: Der Preissprung um 12.00 Uhr muss gesetzlich begrenzt werden – zum Beispiel auf maximal fünf Prozent. Deshalb appelliere ich an die Bundesregierung, die 12‑Uhr‑Regel entsprechend zu verschärfen.“
Die 12-Uhr-Regel seit dem 1. April schreibt vor, dass Tankstellen nur einmal am Tag - um 12.00 Uhr mittags - die Preise anheben dürfen. Senkungen sind immer möglich. Die Regel schließt nicht aus, dass Benzin, Diesel & Co. teurer werden, die Preiserhöhung ist nur transparenter.
Im Mai hat der Tankrabatt und ein Rückgang der Rohölpreise die Autofahrer im Mai beim Spritkauf deutlich entlastet. Das hatte eine Bilanz des Automobilclubs ADAC ergeben. Im April waren die Kraftstoffe teurer. Die Rohölpreise waren wegen des Iran-Kriegs zuvor stark gestiegen.