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Merkel laut Forbes-Liste zweitmächtigster Mensch

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spielt dem US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" zufolge in der Liga der mächtigsten Menschen der Welt ganz oben mit.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spielt dem US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" zufolge in der Liga der mächtigsten Menschen der Welt ganz oben mit. In der Aufstellung landet Merkel auf Platz zwei, vor ihr liegt nur noch US-Präsident Barack Obama. Auf der Liste tauchen auch Microsoft-Gründer Bill Gates, Papst Benedikt XVI. und ein mexikanischer Drogenboss auf.

Merkel war von "Forbes" im August bereits zur mächtigsten Frau der Welt gekürt worden. Die Kanzlerin sei das "Rückgrat" der Europäischen Union und trage das Schicksal des Euro auf ihren Schultern, begründet das Magazin seine Entscheidung. Ihre Macht zeige sich in der Sparpolitik, die sie den Ländern der Eurozone in der Schuldenkrise verordnet habe. Im vergangenen Jahr hatte Merkel auf der "Forbes"-Liste der Mächtigen auf Rang vier gelegen.

Obama ist im zweiten Jahr in Folge wieder der "mächtigste Mensch der Welt", nachdem er Ende 2010 für ein Jahr von Chinas Staatschef Hu Jintao verdrängt worden war. Die Entscheidung für Obama begründet "Forbes" damit, dass der Präsident nach der gewonnenen Wahl von Anfang November "Oberbefehlshaber des weltgrößten Militärs sowie Oberhaupt der einzigen wirtschaftlichen und kulturellen Supermacht" bleibe.

Auf Platz drei kommt in diesem Jahr Russlands Staatschef Wladimir Putin. Nach "einigen Jahren des Ämtertauschs" mit Ministerpräsident Dmitri Medwedew sei er erneut Staatschef und habe nun wieder "die Macht, von der niemand glaubte, dass er sie wirklich abgegeben hatte", schrieb "Forbes".

Platz vier belegt Gates, der mit seiner Stiftung in der Entwicklungshilfe eine gewichtige Rolle spielt. Auf Platz fünf liegt der Papst, Oberhaupt von weltweit rund 1,2 Milliarden Katholiken. Außerdem genannt werden New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg, der Chef des Onlinenetzwerks Facebook, Mark Zuckerberg, sowie Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un.

Laut "Forbes" spielen bei der Ermittlung der mächtigsten Persönlichkeiten der Welt vier Faktoren eine Rolle: die Zahl der von ihnen beeinflussten Menschen, die ihnen zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen, die Frage, ob sie auf mehr als einen Bereich Einfluss nehmen, und die Art und Weise, wie sie ihre Macht einsetzen, um die Welt zu verändern.

Eine ungewöhnliche Entscheidung zeigt sich in diesem Jahr auf dem 63. Platz der Liste: Dort steht der Chef des berüchtigten mexikanischen Drogenkartells Sinaloa, Joaquín "El Chapo" Guzmán.

AFP / AFP