In Bangalore würden mehr Visa für Deutschland ausgestellt als sonstwo auf der Welt, pro Jahr seien es 40.000. "Viele junge Inderinnen und Inder werden nach Deutschland kommen und in Deutschland als willkommene Fachkräfte im IT-Bereich, aber auch im Gesundheitswesen und in vielen anderen Bereichen arbeiten", sagte Merz. Sie zeigten eine "beeindruckende Arbeitsbereitschaft", auf die sich Deutschland stützen könne.
Der Kanzler sagte, in Deutschland würden "Sprache und Kultur vermittelt". Er glaube, das sei "eine Bereicherung für beide Seiten".
Indien wachse aktuell "in die Top-Liga unserer Wirtschaftspartner hinein", fügte Merz hinzu. "Das Potenzial für die Zukunft ist groß. Die Dynamik ist enorm." Er werde daher unmittelbar nach seinem Besuch die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen darüber informieren und sie bitten, die Arbeiten für ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien zu beschleunigen.
Der Kanzler besuchte Bangalore am zweiten Tag seiner Indien-Reise. Die Millionenstadt ist ein wirtschaftliches Zentrum und ein wichtiger Standort der Luft- und Raumfahrtindustrie. Merz schaute sich einen Standort des Autozulieferers Bosch an, auch ein Forschungszentrum für Nanotechnologie stand auf dem Programm.