Vier Menschen wurden laut der Katastrophenschutzbehörde nach dem Durchzug des Zyklons noch vermisst. "Gezani" war mit Windgeschwindigkeiten von bis 250 Stundenkilometern über Teile Madagaskars hinweggefegt. Auf Drohnenaufnahmen der Behörde waren großflächige Überflutungen in Toamasina zu sehen, Anwohner wateten durch Wasser, die Straßen waren mit entwurzelten Bäumen übersät und die Dächer zahlreicher Gebäude abgedeckt.
Insgesamt 250.000 Einwohner Madagaskars waren der Katastrophenschutzbehörde zufolge direkt von der Naturkatastrophe betroffen. Der volle Umfang der Sturmschäden werde derzeit noch ausgewertet. Staatschef Randrianirina rief "internationale Partner und Spender" zur Hilfe auf.
Das madagassische Wetteramt hatte den Aufprall von "Gezani" auf Land ähnlich intensiv wie bei dem Sturm "Geralda" im Februar 1994 bezeichnet. Damals waren mindestens 200 Menschen getötet worden, 500.000 Menschen verloren ihr Dach über dem Kopf.