Modschtaba Chamenei ist der Nachfolger seines Vaters Ayatollah Ali Chamenei, der am ersten Tag des Iran-Krieges am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff getötet wurde. Öffentlich aufgetreten ist er seit seiner Wahl am 8. März nicht. Medienberichten zufolge wurde er bei dem Luftangriff auf Teheran verletzt, bei dem sein Vater getötet wurde. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass Modschtaba Chamenei "verletzt und wahrscheinlich entstellt" sei.
In seiner nun veröffentlichten schriftlichen Erklärung hieß es mit Blick auf Laridschani, der am Mittwoch beigesetzt werden sollte: "Zweifellos zeugt die Ermordung einer solchen Persönlichkeit von seiner Bedeutung und dem Hass der Feinde des Islam gegen ihn." Zu weiteren wichtigen Vertretern der iranischen Führung, die bei israelischen Angriffen getötet wurden, erklärte Chamenei: "Jedes Blutvergießen hat seinen Preis, und die verbrecherischen Mörder dieser Märtyrer werden ihn bald bezahlen müssen."
Die israelische Armee hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass Laridschani und der Anführer der für die innere Sicherheit im Iran zuständigen Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, getötet worden seien. Dies wurde von Teheran bestätigt. Am Mittwoch dann meldete Israel die Tötung des iranischen Geheimdienstministers Esmail Chatib, was die Führung in Teheran weiter schwächen dürfte. Irans Präsident Massud Peseschkian sprach von einem "feigen Mord".