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Nordkorea reagiert auf neue UN-Sanktionen mit Drohungen


Auf den Beschluss neuer UN-Sanktionen wegen seines Atomprogramms hat Nordkorea mit Drohungen reagiert.

Auf den Beschluss neuer UN-Sanktionen wegen seines Atomprogramms hat Nordkorea mit Drohungen reagiert. Das Außenministerium in Pjöngjang kündigte laut amtlicher Nachrichtenagentur KCNA konkrete Schritte zur militärischen Selbstverteidigung an, die auch die "atomare Abschreckung" umfassten. Der UN-Sicherheitsrat hatte am Vortag beschlossen, Nordkoreas Raumfahrtbehörde und andere Akteure mit Strafmaßnahmen zu belegen.

Das nordkoreanische Außenministerium verurteilte die am Dienstag beschlossene Resolution des UN-Sicherheitsrats als "äußerst ungerecht". Sie ziele darauf ab, "unsere souveränen Rechte zu verletzen". Internationalen Verhandlungen über Nordkoreas Atomprogramm erteilte das Ministerium eine klare Absage.

"Wir werden physische Aktionen zur Ausweitung und Stärkung unserer militärischen Selbstverteidigungskräfte unternehmen", hieß es in der Erklärung. Dies schließe auch die "atomare Abschreckung" mit ein. "Unsere Wissenschaftler und Ingenieure (...) werden weitere Raketen entwickeln und noch leistungsfähigere Raketen starten lassen", kündigte das Ministerium an.

Wenige Stunden zuvor hatte der UN-Sicherheitsrat mit der Resolution 2087 weitere Strafmaßnahmen gegen Nordkorea beschlossen. Der Resolution zufolge werden die finanziellen Mittel der Raumfahrtbehörde sowie von einer Bank, vier Unternehmen und vier Einzelpersonen in Nordkorea eingefroren. Die neuen Maßnahmen kamen auf Initiative Washingtons zustande und waren vorab in intensiven Verhandlungen mit der UN-Vetomacht China, Nordkoreas wichtigstem Verbündeten, abgestimmt worden.

Mit den "physischen Aktionen" könnte ein weiterer Atomtest gemeint sein. Vergangenen Monat hatte das US-koreanische Institut der John Hopkins University unter Berufung auf Satellitenfotos erklärt, Nordkorea habe durch Regenfälle verursachte umfangreiche Schäden an seiner Atomtestanlage im Nordosten des Landes behoben und könne binnen zwei Wochen einen neuen Test vornehmen. Der südkoreanische Wiedervereinigungsminister Yu Woo Ik bezeichnete es kürzlich vor einem Parlamentsausschuss als "höchstwahrscheinlich", dass Nordkorea nach seinem Raketentest im Dezember einen Atomtest vornehme.

Das stalinistisch regierte Nordkorea hatte in den Jahren 2006 und 2009 Atomwaffentests vorgenommen und damit international Empörung ausgelöst. Vorausgegangen waren jeweils Tests von Langstreckenraketen. Am 12. Dezember schoss Nordkorea erneut eine Langstreckenrakete ab - nach offiziellen Angaben, um einen Beobachtungssatelliten für Forschungszwecke ins All zu befördern.

Die UNO verhängte schon mehrfach Strafmaßnahmen gegen Nordkorea. Die Sechser-Gespräche über Nordkoreas Atomprogramm, an denen außer den beiden koreanischen Staaten auch China, Japan, die USA und Russland beteiligt sind, sind seit Dezember 2008 in einer Sackgasse.

Südkorea begrüßte die neuen Sanktionen gegen den Nachbarn. Nordkorea müsse die UN-Resolution vollständig befolgen, "indem es alle Atomwaffen und damit verbundenen Programme abschafft und alle Aktivitäten im Zusammenhang mit ballistischen Raketenstarts stoppt", erklärte das Außenministerium in Seoul. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief Nordkorea auf, "ein Vertrauensverhältnis mit seinen Nachbarländern aufzubauen und das Leben seines Volkes zu verbessern", wie sein Sprecher Martin Nesirky erklärte.

AFP AFP

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