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Prinz Andrew wegen sexuellem Missbrauchs im Epstein-Skandal in USA verklagt

Prinz Andrew
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© © 2021 AFP
Der britische Prinz Andrew ist wegen sexuellem Missbrauchs einer Minderjährigen in den USA verklagt worden.

Der britische Prinz Andrew ist wegen sexuellem Missbrauchs einer Minderjährigen in den USA verklagt worden. Das mutmaßliche Opfer Virginia Giuffre gab in der am Montag bei einem Gericht in New York eingereichten Zivilklage an, von dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein als Minderjährige an den Sohn der britischen Königin Elizabeth II. "ausgeliehen" worden zu sein. Sie verlangte nun Schadenersatz von dem Prinzen.

Andrew habe sie vor mehr als 20 Jahren im Haus von Epsteins damaliger Freundin Ghislaine Maxwell in London missbraucht. Die damals 17-Jährige ist laut ihrer Klageschrift von Epstein, Maxwell und Prinz Andrew "gegen ihren Willen zum Geschlechtsverkehr mit Prinz Andrew gezwungen worden". Neben London habe der Prinz sie auch in Epsteins Haus in New York und auf dessen Privatinsel missbraucht.

Giuffre, die über ihre Anschuldigungen schon zuvor öffentlich gesprochen hatte, erklärte zur Klage: "Ich ziehe Prinz Andrew für das, was er mir angetan hat, zur Rechenschaft." Die Mächtigen und Reichen seien nicht davor gefeit, für ihre Taten zur Verantwortung gezogen zu werden. Die 38-Jährige habe die Entscheidung zu klagen nicht leichtfertig getroffen, da sie mit Angriffen von Seiten des Prinzen rechne.

Die Vorwürfe gegen Prinz Andrew stehen schon seit 2019 im Raum. Er bestritt die Anschuldigungen stets, trat aber nach einem verunglückten TV-Interview 2019 von seinen royalen Pflichten zurück.

Maxwell plädierte bei ihrem Gerichtsprozess im April unschuldig. Ihr wird vorgeworfen, Minderjährige für Epstein rekrutiert zu haben.

Multimillionär Epstein soll jahrelang minderjährige Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. Der bestens vernetzte Investmentbanker wurde im Juli 2019 festgenommen und im August tot in seiner Gefängniszelle in Manhattan gefunden. Zu seinen Freunden gehörten unter anderem der frühere US-Präsident Bill Clinton sowie Microsoft-Gründer Bill Gates.

AFP

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