"Der Januar war in Teilen Deutschlands der schneereichste seit mehr als 15 Jahren", sagte ein Bahn-Sprecher der Zeitung. Infolge des Wintersturms "Elli" seien 3000 Kilometer Schienennetz im Norden zeitweise nicht befahrbar gewesen. 5000 Mitarbeitende seien täglich auf den Strecken unterwegs gewesen, um vor allem eingefrorene Weichen vom Eis zu befreien.
Die Pünktlichkeit im DB-Fernverkehr hatte im Oktober mit 51,5 Prozent einen historischen Tiefpunkt erreicht. Im Schnitt des Jahres 2025 lag sie bei 60,1 Prozent. Bahn-Chefin Evelyn Palla peilt für dieses Jahr eine Pünktlichkeit von 60 Prozent an.
Die Bahn steckt tief in der Krise. Große Teile der Infrastruktur sind marode und störanfällig, die Pünktlichkeitswerte insbesondere im Fernverkehr leiden darunter. Mit Investitionen des Bundes in Höhe von 23 Milliarden Euro im Jahr 2026 und dem von Bahnchefin Palla eingeleiteten Reformkurs des Konzerns soll die Trendwende eingeläutet werden.