Der Bus mit den fast 70 Passagieren war im Bezirk Anuradhapura in Not geraten. Nach einer 24-stündigen Rettungsaktion mit Hubschrauber und Marinebooten konnten die Businsassen gerettet werden.
Ein Passagier berichtete lokalen Medien in einer Klinik, Soldaten hätten ihnen geholfen, auf das Dach eines Hauses in der Nähe zu klettern. Zuvor hätten die Soldaten Seile gespannt, damit sie sicher durch die Fluten gehen konnten.
"Wir hatten viel Glück. Während wir auf dem Dach waren, brach ein Teil davon ein. Drei Frauen fielen ins Wasser, aber ihnen konnte zurück aufs Dach geholfen werden", sagte Shantha. Eine Rettung per Hubschrauber habe abgebrochen werden müssen, weil die Wirbel der Rotorblätter das Dach wegzufegen drohten. Später seien sie mit Marinebooten gerettet worden.
Nach Angaben der Behörden war etwa ein Drittel des Landes ohne Strom und fließendes Wasser. Auch die Internet-Verbindungen waren gestört. Rund 75.000 Menschen, deren Häuser durch die einwöchigen heftigen Regenfälle zerstört wurden, wurden in staatliche Notunterkünfte gebracht.
Die Armee unterstütze die laufenden Hilfseinsätze, führte der Leiter des Katastrophenschutzzentrums vor Journalisten in der Hauptstadt Colombo aus. "Ditwah" war am Mittwoch in Sri Lanka auf Land getroffen, seine Auswirkungen hatte der südasiatische Inselstaat aber bereits seit vergangenem Montag zu spüren bekommen.
Das große Nachbarland Indien schickte am Samstag eine Flugzeugladung Hilfsgüter nach Sri Lanka. Der indische Regierungschef Narendra Modi drückte den Angehörigen der Flutopfer sein Mitgefühl aus und versicherte, sein Land sei bei Bedarf zu weiteren Hilfslieferungen bereit. "Ditwah" bewegte sich derweil von Sri Lanka weg in Richtung Indien.