"Da der Konflikt im Nahen Osten bislang nicht weiter eskaliert ist, scheint ein Teil der geopolitischen Unsicherheit inzwischen in den Erwartungen der Verbraucher eingepreist zu sein", erläuterte NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl. "Gleichzeitig deuten politische Signale auf mögliche Entlastungsmaßnahmen hin."
Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher verbesserten sich demnach im Mai leicht. Ihre Einkommenserwartungen erholten sich sogar "spürbar", gleichzeitig sank ihre Sparneigung. So verbesserte sich auch die Anschaffungsneigung der Verbraucher. Allerdings liege dieser Indikator weiterhin im Minus - die Verbraucher finden es laut NIM "derzeit nicht besonders ratsam, größere Anschaffungen zu tätigen".
Die Mehrheit der Verbraucher rechnet demnach mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in den kommenden zwölf Monaten. Ebenso gehen die Verbraucher mehrheitlich davon aus, dass die Preise in diesem Zeitraum steigen werden.
Das Konsumklima gilt als wichtiger Indikator für das Konsumverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher, welches wiederum eine wichtige Säule der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland ist. Das NIM führt dafür monatlich Interviews mit Verbraucherinnen und Verbrauchern. Sie werden nach ihrer Konjunktur- und Einkommenserwartung, ihrer Anschaffungs- und Sparneigung gefragt. Für die aktuelle Erhebung wurden vom 30. April bis 11. Mai rund 2000 Menschen befragt.