Das Gerät war in etwa fünf Metern Höhe an einem Lichtmast im Bereich von Bahngleisen angebracht. Es sei so positioniert gewesen, dass "neben dem Personenverkehr grundsätzlich auch Gleise des Güterverkehrs" erfasst werden konnten, hieß es.
Die Kamera befand sich zudem in der Nähe des deutsch-britischen Pionierbrückenbataillons 130. Daher könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Kamera auch den Zweck verfolgte, über die militärische Einrichtung Informationen zu erlangen.
Durchsucht wurden der Wohnort und die Arbeitsstelle des Verdächtigen in Detmold und Bad Salzuflen. Die Ermittlungen laufen wegen des Anfangsverdachts der Agententätigkeit zu Sabotagezwecken. Hinweise auf mögliche Auftraggeber oder Hintergründe der mutmaßlichen Ausspähung lagen nicht vor. Die Durchsuchungen dauerten zunächst an.
Das deutsch-britische Pionierbrückenbataillon 130 ist in der Herzog-von-Braunschweig-Kaserne in Minden stationiert. Nach Angaben der Bundeswehr verfügt es als einziges Bataillon innerhalb der Nato über das Schwimmbrückensystem M3, mit dem provisorische Brücken über Flüsse und Gewässer für Fahrzeuge und Truppen gebaut werden können.