Anutin hatte die Nachfolge von Regierungschefin Paetongtarn Shinawatra angetreten, die Ende August im Zusammenhang mit dem Grenzkonflikt mit Kambodscha vom Verfassungsgericht abgesetzt worden war. Anutins Amtsantritt wurde von der größten Oppositionskraft, der Volkspartei, unterstützt. Die Volkspartei machte Neuwahlen binnen vier Monaten zur Bedingung.
Die Bhumjaithai-Partei liegt in Umfragen an zweiter Stelle hinter der Volkspartei. Da aller Voraussicht nach keine Partei die absolute Mehrheit erreichen wird, gehen Beobachter davon aus, dass sich Anutin erneut an die Spitze einer Koalitionsregierung setzen wird.
Insgesamt sind in Thailand rund 53 Millionen Menschen aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Parallel entscheiden die Wählerinnen und Wähler in einem Referendum darüber, ob Thailand eine neue Verfassung bekommen soll.