Ursprünglich sah das Rettungskonzept der von den Behörden geduldeten Initiative vor, den immer wieder strandenden und wohl schwerkranken Wal mit einem System aus Luftkissen und Pontons anzuheben und zurück in Nordsee oder Atlantik zu schleppen. Laut Backhaus ist diese Idee nun überholt. Die Seeberufsgenossenschaft genehmigte die Aktion mit der Pontonkonstruktion demnach nicht. Zudem war der Wal zuletzt aktiv geschwommen, so dass ein Liegendtransport auch deshalb ausscheidet.
In dem absenkbaren Spezialschiff könnte das Tier dem Minister zufolge wie in einem Becken zumindest frei treiben oder schwimmen. Es sei auf einer Seite offen, so dass der Wal bei plötzlichen Aktivitäten hinaus könne. Es handelt sich aber noch um "einen Ansatz". Die Prüfung laufe.
Zunächst muss der aktuell in einem sehr flachen Bereich einer Bucht vor der Insel Poel feststeckende Wal ohnehin erst in tieferes Wasser bugsiert werden. Die Initiative arbeitet derzeit an einer 110 Meter langen Rinne durch den sandigen Meeresgrund, um ihm einen Ausweg zu schaffen. Backhaus zufolge dürfte Sonntag ein günstiger Zeitpunkt für einen etwaigen Befreiungsversuch sein, da ein steigender Wasserpegel erwartet werde. "Wir haben nicht mehr viel Zeit", mahnte der Umweltminister.