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Wall Street nach Äußerungen von Fed-Chef tief im Minus

Die Äußerungen von US-Zentralbankchef Ben Bernanke über ein mögliches Ende der ultralockeren Geldpolitik haben für Unruhe an den Börsen gesorgt.

Die Äußerungen von US-Zentralbankchef Ben Bernanke über ein mögliches Ende der ultralockeren Geldpolitik haben für Unruhe an den Börsen gesorgt. An der New Yorker Wall Street stürzte der Aktienindex Dow Jones um mehr als zwei Prozent ab und fuhr den größten Tagesverlust seit November 2012 ein. Zuvor hatten bereits die Aktienmärkte in Europa deutlich nachgegeben.

Nach der jüngsten Zinsentscheidung der Federal Reserve am Mittwoch hatte Bernanke eine Drosselung der massiven Anleihenkäufe noch in diesem Jahr in Aussicht gestellt. Bis Mitte kommenden Jahres könnten die Aufkäufe den Angaben zufolge ganz beendet werden, sollten sich die Prognosen der Fed für eine Erholung auf dem Arbeitsmarkt bewahrheiten.

Derzeit erwirbt die US-Zentralbank jeden Monat Hypothekenpapiere und Staatsanleihen in Höhe von insgesamt 85 Milliarden Dollar, um die Zinsen zu drücken. Mit dem billigen Geld soll die Wirtschaft angekurbelt werden. Eine derartige Liquiditätsschwemme beflügelt allerdings auch die Finanzmärkte, Aktien gewinnen bei niedrigen Zinsen als Anlageform an Attraktivität.

Auf Bernankes Aussagen reagierten die Börsianer nun mit Massenverkäufen. Der Dow Jones sackte um mehr als 350 Punkte ab und schloss bei 14.760 Punkten. An der Wall Street lagen auch der Technologieindex Nasdaq und der Index S&P 500 mehr als zwei Prozent im roten Bereich. Der Deutsche Aktienindex hatte zuvor bei 7928 Punkten 3,28 Prozent im Minus geschlossen. In London fielen die Kurse um 2,98 Prozent, in Paris und Madrid um mehr als drei Prozent.

AFP / AFP

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