Andrew Mountbatten-Windsor wird 66
Wie geht es für den Skandal-Royal nun weiter?

Andrew Mountbatten-Windsor ist nach Sandringham gezogen.
Andrew Mountbatten-Windsor ist nach Sandringham gezogen.
© imago/News Licensing / Doug Seeburg
Andrew feiert seinen 66. Geburtstag. Der Ex-Prinz lebt seit Langem mit den Folgen seines Absturzes. So sieht sein Leben aktuell aus.

Andrew Mountbatten-Windsor hat seine Sachen gepackt. Der jüngere Bruder von König Charles (77), der am 19. Februar 66 Jahre alt wird, ist von Windsor auf das royale Anwesen Sandringham gezogen. Nicht freiwillig - vorausgegangen ist dem Umzug ein beispielloser Fall, der Andrew nach all seinen Titeln auch sein 30-Zimmer-Anwesen Royal Lodge kostete. Der Grund: Andrews Freundschaft mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019).

In seinem neuen Leben in Norfolk muss das einstige Lieblingskind von Queen Elizabeth II. (1926-2022) nun offenbar auf den Großteil seines Personals verzichten. Der König hat Andrew in die Marsh Farm einquartiert, ein kleines Anwesen, das einst von einem Pächter bewohnt wurde.

Andrew verliert sein Personal

Der "Daily Mail" sagte eine Quelle, dass Andrews ehemalige Mitarbeiter - darunter ein Butler, Koch, Gärtner und Haushälterinnen - eine "großzügige" Abfindung erhielten. Sie wollten offensichtlich nicht nach Norfolk umziehen, und da die meisten von ihnen kurz vor dem Rentenalter stehen, "wurden sie im Grunde genommen zu großzügigen Konditionen entlassen", sagte der Insider. Nur noch ein kleines Team soll bei Andrew bleiben.

Da Medienberichten zufolge noch umfangreiche Renovierungsarbeiten in der Marsh Farm stattfinden, soll Andrew vorübergehend in einem anderen Gebäude in Sandringham, vermutlich Wood Farm, unterkommen, heißt es.

Das bietet Marsh Farm

Marsh Farm ist laut "House & Garden" ein "recht charmantes Cottage aus rotem Backstein, das jedoch vielleicht nicht ganz den üblichen royalen Standards an Opulenz entspricht, da es ursprünglich als Bauernhaus für einen bewirtschafteten Bauernhof diente". Im Inneren befinden sich demnach eine Küche und zwei Empfangsräume, während auf dem Gelände Nebengebäude und Stallungen stehen.

Obwohl das Haus von eher bescheidener Größe ist, kann sich die Umgebung sehen lassen: Andrew soll angeblich Zugang zu allen Gärten, Parkanlagen und Wäldern haben, die sich auf dem großzügigen Anwesen Sandringham befinden.

Andrew lebt alleine

Im Gegensatz zur Royal Lodge hat Andrew nun keine Mitbewohnerin mehr. In Windsor lebte er gemeinsam mit seiner Ex-Frau Sarah Ferguson (66) unter einem Dach. Die beiden waren auch nach der Scheidung freundschaftlich verbunden. Wohin es "Fergie", die ebenfalls Kontakt zu Epstein hatte, verschlägt, scheint noch unklar.

Die beiden Töchter von Andrew und Ferguson gehen offenbar unterschiedlich mit dem tiefen Fall ihrer Eltern um. Wie "The Sun" inklusive Fotos berichtete, gönnten sich der 66-Jährige und seine ältere Tochter Prinzessin Beatrice (37) noch Ende Januar einen Ausritt auf dem Schlossgelände in Windsor. Seine jüngere Tochter Prinzessin Eugenie (35) soll Gerüchten zufolge hingegen auf Abstand gegangen sein.

Verbringt Andrew sein Leben vor dem Fernseher?

Ob die beiden ihren Vater nun in Sandringham sehen werden? Andrews neues Leben dort werde sich nicht wesentlich ändern, schreibt die "Daily Mail". Der Grund: Der ehemalige Prinz, der wegen des Epstein-Skandals bereits seit 2019 weitestgehend isoliert lebt, verbringt angeblich die meiste Zeit zu Hause vor dem Fernseher. Der König wird dem Bericht zufolge einen Reinigungsdienst, einen Gärtner und einen Koch zur Verfügung stellen, die sich bei Bedarf um Andrews Bedürfnisse kümmern.

Den König wird Andrew nach seinem Umzug vielleicht sogar häufiger zu Gesicht bekommen als zuvor. "Charles und andere werden ihn privat besuchen, wenn er auf dem Anwesen in Sandringham lebt", so ein Insider laut "Daily Mail". Andrews andere Geschwister, Prinz Edward (61) und Prinzessin Anne (75), sind laut "Times" ebenfalls mit Andrew in Kontakt geblieben.

Die Zeitung berichtete zudem Ende Januar, dass das Thronfolgerpaar Prinz William (43) und Prinzessin Kate (44) den König zwar dabei unterstützt hätte, Andrew seine Titel und sein Zuhause zu nehmen. Sie sollen aber angeblich hinter verschlossenen Türen ihre Sorge um Andrews Wohlergehen zum Ausdruck gebracht haben.

Royals äußern sich zum Epstein-Skandal

Inzwischen haben Prinz William und Prinzessin Kate ein Statement veröffentlicht, in dem sie ihre Unterstützung für die Opfer von Epstein bekräftigten. Kurz darauf ließ auch der Buckingham-Palast verlauten, dass König Charles die Polizei bei der Prüfung von Vorwürfen gegen seinen Bruder Andrew Mountbatten-Windsor unterstütze. Diesem wird seit Kurzem unter anderem auch vorgeworfen, vertrauliche Informationen aus seiner Zeit als Handelsgesandter an Epstein weitergegeben zu haben.

Zuvor hatte bereits Prinz Edward zum Epstein-Skandal erklärt, es sei "wirklich wichtig, sich immer an die Opfer zu erinnern und daran, wer die Opfer in dieser ganzen Angelegenheit sind". Der britische Premierminister Keir Starmer (63) hat Andrew Mountbatten-Windsor außerdem aufgefordert, im Rahmen der Epstein-Ermittlungen vor dem US-Kongress auszusagen. Epstein soll Minderjährige und junge Frauen missbraucht und auch an Prominente weitergereicht haben. 2008 war er wegen Anstiftung einer Minderjährigen zur Prostitution verurteilt worden. 2019 wurde er erneut festgenommen und starb wenige Wochen später im Gefängnis.

Droht Andrew das Gefängnis?

Diskutiert wird nach der Veröffentlichung von neuen Epstein-Ermittlungsakten, die Andrew weiter belasten, auch, ob der Ex-Prinz im Gefängnis landen könnte. Royal-Experte Andrew Lownie erklärt in der "Daily Mail", es gebe gute Gründe, gegen Andrew wegen Sexhandels und Amtsmissbrauchs zu ermitteln.

Angeblich hat Andrew aber einen Plan B in der Tasche. Der 66-Jährige könnte Großbritannien verlassen. Lownie spekulierte bereits über einen möglichen neuen Wohnsitz in Bahrain oder Abu Dhabi.

Rückzug nach Skandal-Interview

2019 hatte sich Andrew in einem BBC-Interview zu seiner Freundschaft mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein geäußert. Das Gespräch löste einen Sturm der Entrüstung aus, Andrew musste sich von seinen öffentlichen Aufgaben zurückziehen. Im Januar 2022 entzog ihm Queen Elizabeth seine militärischen Titel und Schirmherrschaften, nachdem ein Richter seinen Versuch ablehnte, Missbrauchsvorwürfe von Epstein-Klägerin Virginia Giuffre (1983-2025) gegen ihn abzuweisen. Andrew einigte sich außergerichtlich mit Giuffre auf eine unbekannte Summe, es soll sich Medienberichten zufolge um mehrere Millionen gehandelt haben.

Die Kritik an ihm verschärfte sich vergangenes Jahr nach der Veröffentlichung von Giuffres posthumen Memoiren. Sie war im April 2025 im Alter von 41 Jahren gestorben. In dem im Oktober erschienenen Buch beschrieb sie, wie sie als 17-Jährige von Andrew missbraucht worden sein soll.

König Charles hatte seinem Bruder dann im Herbst alle königlichen Titel aberkannt. Seit Wochen sorgt die Veröffentlichung der Epstein-Akten dafür, dass weitere Details über die Beziehung zwischen Andrew und Epstein ans Licht kommen. Andrew hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

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