Mit dem Rückgang der Entbindungskliniken sank auch die Zahl der Fachabteilungen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Deren Zahl verringerte sich von 1275 im Jahr 1991 auf 758 im Jahr 2024, ein Rückgang um 40,5 Prozent. Darunter fallen demnach auch Fachabteilungen zur Frauenheilkunde, in denen keine Entbindungen stattfanden.
Noch stärker als die Zahl der Geburtskliniken verringerte sich mit einem Minus von 63,7 Prozent die Zahl der Krankenhausbetten in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe. 1991 gab es noch rund 66.400 solcher Betten, 2024 nur noch 24.100.
Trotz des Abbaus der Kapazitäten ging auch die Bettenauslastung von 77,4 Prozent im Jahr 1991 auf 56,4 Prozent im Jahr 2024 zurück. Grund dafür sei, dass die Mütter im Schnitt deutlich schneller aus dem Krankenhaus entlassen werden als früher.
Besonders in ländlichen Regionen und Kleinstädten müssen Frauen längere Wege zurücklegen, um ein Krankenhaus zur Entbindung erreichen zu können. Mit 29,9 Prozent kann weniger als ein Drittel der Frauen auf dem Land die Kliniken binnen einer Viertelstunde erreichen.
In größeren Kleinstädten kann mit 44,7 Prozent weniger als die Hälfte der Frauen binnen einer Viertelstunde in eine Geburtsklinik kommen. In Mittelstädten sind es mit 73,4 Prozent dagegen fast drei Viertel, in Großstädten erreichen 95,1 Prozent der Frauen binnen einer Viertelstunde eine Entbindungsklinik.