StechusKaktus

Dienen Stiftungen in erster Linie der Steuerhinterziehung?

Stiftungen werden steuerlich privilegiert und müssen im Gegenzug gemeinnützige Projekte unterstützen. Nur gibt es Stiftungen, die weniger als 1% ihres Vermögens pro Jahr ausgeben. Allein die Steuerersparnis dürfte deutlich höher sein und das Vermögen mehrt sich durch Zinserträge. Das bedeutet, dass der Gesellschaft mehr Geld entzogen als gegeben wird. Was also ist der Hintergrund dieser scheinbar unsozialen Konstrukte?
Frage Nummer 51895

Antworten (4)
Deho
Die Robert-Bosch-Stiftung und die Carl-Zeiss-Stiftung beispielsweise sind aus unternehmerischer Sicht gegründet worden, um den Laden zusammenzuhalten, nicht um Steuern zu sparen.
starmax
Klar zu bejahen, jedenfalls bei der Mehrheit. Darüber hinaus werden private Lebenshaltungskosten von Vorstand und Beirat auf das Angenehmste in den absetzbaren Bereich verschoben, kleine (zu versteuernde Apanagen - und viele Einladungen First Class in die Grandhotels, Refugien und Wellness-Zentren der Welt, Pseudo-Tagungen, Referate, Kongresse (Steinbrück ist ein Wurm dagegen).
Ein Musterbeispiel findet sich hier (wobei im Bericht nicht der Stiftungsgedanke im Vordergrund steht - aber wegen genau dieser Steuerbefreiung mußte es veröffentlicht wrden, sonst wüßte die Allgemeinheit gar nichts davon). Fazit: Ein eleganter Weg, mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und sich auch noch als Philanthrop feiern zu lassen. Die Superreichen wußten es schon immer...
starmax
Wenn man dann etwas tiefer gräbt, stößt man auf Stiftungen, die in bestimmten Ländern kostenlose Impfungen für Frauen z. B. gegen Wundstarrkrampf anbieten, die diese sinnvoller Weise gleichzeitig dauerhaft unfruchtbar machen...
"Es ergab sich durch eine katholische Organization, der Tetanus-Impfstoff enthielt menschliches Choriongonadotropin, oder hCG, ein natürliches Hormon, das bei der Kombination mit einem Starrkrampftoxoidträger die Bildung von Antikörpern stimuliert, die eine Frau unfähig machen, eine Schwangerschaft durchzuführen. Keiner der Frauen, die geimpft wurden, wurde das gesagt.
Später kam heraus, dass die Rockefeller-Stiftung, zusammen mit dem Rockefeller Population Council, der Weltbank (die Heimat der CGIAR), und den US National Institutes of Health beteiligt war. "
Nur scheinbar unsozial?
StechusKaktus
@starmax: Wo du immer diese coolen links her hast...aber hier sind wir einer Meinung. nur: Warum wird dieses Thema von den politischen Parteien nicht thematisiert. Noch nicht einmal von den Linken?