Schließen
Menü
Gast

Eheähnliche Gemeinschaft

Wie sichert man sich ab? Junger Mann wird ungewollt Vater, erkennt das Kind an und zieht in ihre Wohnung. Sie finanziell wackelig, Mietrückstand, Ratenkauf etc.
Er hat alles ausgeglichen, Finanzen geordnet etc. Jetzt geht es um größere Wohnung. Sie ist wieder berufstätig, die Wohnung soll aber von ihm gemietet werden. Im Falle der Trennung, kommt er automatisch für sie mit auf? Oder bleibt es bei der Unterhaltszahlung für das Kind?
Frage Nummer 3000033493

Weitere Gutscheine: DJI, reichelt Gutschein

Antworten (26)
Amos
Er kommt für die Miete und den Kindesunterhalt auf, sonst nichts.
Amos
Nein, er zahlt für seine Ex nichts.
Ich wäre ja bereits ein armer Mann mit Hartz 4, wenn ich allen meinen Damen aus eheähnlichen Gemeinschaften Unterhalt zahlen müßte. Das Geld/Apanage während der Beziehungen war durchaus ansehnlich, nach einer Trennung bzw. gescheiterten Beziehung bin ich ohne Trauschein zu nichts verpflichtet.
Torben
Denke auch nur Kindesunterhalt. Vielleicht gibt es aber noch einen Unterschied, ob die eheähnliche Gemeinschaft eingetragen wurde oder nicht!?
Amos
Da eheähnliche Gemeinschaften nicht die Privilegien von Ehegatten genießen, wie zum Beispiel das steuerrechtliche Ehegattensplitting oder die beitragsfreie Familienversicherung in der Krankenversicherung, wird es als ungerecht kritisiert, dass sie in Bezug auf die Versagung von Sozialleistungen wie Ehegatten behandelt werden. Hingewiesen wird auch darauf, dass nicht verheiratete Paare im Unterschied zu Ehepartnern gegen ihren Partner keinen Unterhalt einklagen können. [Zitat Ende]
Amos
Du vertust Dich mal wieder: nach eben erfolgter telefonischer Auskunft meines RA ist er zu keiner Zahlung an seine nichtverheiratete Lebensgefährtin verpflichtet. Bist halt a Schlauerle!
elfigy
Der Mutter steht Betreuungsunterhalt zu. Das Gesetz wurde so beschlossen, zum Wohle der nichtehelichen Kinder, die hier ehelichen Kindern gleichgestellt werden
Zitat:
"Die für Unterhaltsansprüche ab Januar 2008 geltende gesetzliche Neuregelung hat den nachehelichen Betreuungsunterhalt (§ 1570 BGB) und den Betreuungsunterhalt der Mutter eines nichtehelich geborenen Kindes (§ 1615 l Abs. 2 BGB) auch zur Dauer einander weitgehend angeglichen. Allerdings kann danach in beiden Fällen zunächst nur für die Dauer von mindestens drei Jahren nach der Geburt Betreuungsunterhalt verlangt werden. Verlangt der betreuende Elternteil aus Billigkeitsgründen Unterhalt über diese Dauer hinaus, muss er die Gründe dafür darlegen und beweisen, was eine individuelle Beurteilung der Verhältnisse erfordert. Der BGH vertritt folgende Auffassung:
Selbst wenn ein Kind im Kindergarten volltags betreut wird, führt dies nämlich noch nicht notwendig zu einer vollschichtigen Erwerbspflicht des betreuenden Elternteils."

Das ist auch nur recht und billig. Das Kind aus einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft bedarf genauso der Fürsorge und Betreuung durch die Mutter. Das müsste auch im Interesse des Vaters sein.

Deine Trennungen kannst du hier nicht vergleichen Amos, ihr hattet keine gemeinsamen Kinder.
Amos
Es ist immer wieder interessant, wie juristische Laien Aussagen eines niedergelassenen RA in eigener Kanzlei anzweifeln und ihr bei Google heruntergeladenes Wissen präsentieren.
elfigy
Ich vermute, Amos hat seinem RA gegenüber das Baby nicht erwähnt. So doof wird der RA auch nicht sein, aber wenn er nicht richtig informiert wird, gibt er halt solche Auskünfte.
Amos
Wo ist das Merkblatt?

Ich werde mich allerdings auch in Zukunft eher an meinen RA wenden als an Googleprofis. Das kann ich nämlich selber.
machine
Amos und sein RA liegen richtig. Der Frau besitzt keinerlei Unterhaltsansprüche, lediglich das Kind, was einen eventuellen Betreuungsunterhalt einschließt. "Im Falle der Trennung, kommt er automatisch für sie mit auf?" Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
machine
"Die Frau ..."
elfigy
Primus, der Betreuungsunterhalt ist Unterhalt, der der Mutter zusteht, weil sie das gemeinsame Kind betreut.
Dieser Unterhalt steht nicht dem Kind zu. Er deckt den Bedarf zum Leben für die Mutter.
elfigy
Amos könnte sich ja mal äußern, was er seinen RA gefragt hat. Macht er aber sicher nicht.
machine
Welcher ohne vorhandenes Kind nicht existent wäre.
machine
Dem Herrn sei's getrommelt und geblasen! Der Dritte, der die Frage verstanden hat.
machine
Und noch für Torben: Eingetragene Lebenspartnerschaften gibt es nur für gleichgeschlechtliche Partner. Link.
machine
@ing: Das ist nicht richtig. Du, Amos und meine Wenigkeit. Selbst unter Berücksichtigung des Massendefekts sind das drei.
Amos
Und wenn der Vater das Kind betreut?
machine
I give up!
Amos
Bekommt die Ex dann auch Unterhalt?
machine
@Amos: In diesem Fall kommt die Mutterrente zum Tragen. Muuhahaha! *g*
Amos
Wenn die Mutter ein fiktives monatliches Gehalt von 30.00 Euro bezieht: wer zahlt dann, wenn das Kind beim Vater lebt?
Amos
30.000 Euro, 30,00 wäre sehr niedrig.
elfigy
Augenverdrehe
Amos
Kannst Du gar nicht: sind durch Deine Augenmuskeln fest eingebaut (Deine Aussage)
elfigy
Aber nimmer lange ! hoffentlich